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01--1967 = UDSSR vs Tunesien-------------------18 : 15
...............(FLORIAN FENGER--Hendrik Nielsen)


UdSSR krönt sich zum Weltmeister:

Taktik-Schlacht in der Schlussphase
Västerås, 1967 – In einem hochdramatischen Endspiel der Hallenhandball-Weltmeisterschaft hat sich die Auswahl der UdSSR gegen die Überraschungsmannschaft aus Tunesien mit 18:15 durchgesetzt. Vor begeisterten Zuschauern lieferten sich die Teams ein taktisch geprägtes Duell, das erst in den letzten fünf Minuten entschieden wurde.
Die erste Halbzeit: Tunesische Leidenschaft gegen sowjetische Physis
Tunesien, unter der Leitung des dänischen Strategen Hendrik Nielsen, startete furios. Mit einer extrem beweglichen 3-2-1-Abwehr stellte man die körperlich überlegenen Sowjets vor enorme Probleme. Nielsen hatte sein Team perfekt eingestellt: Schnelle Tempogegenstöße brachten die Nordafrikaner zwischenzeitlich mit 6:4 in Führung. Die Sensation schien in der Luft zu liegen.

Fengers Schachzug
UdSSR-Trainer Florian Fenger bewies jedoch kühlen Kopf. In einer Auszeit Mitte der ersten Hälfte stellte er sein Team auf eine defensivere 6-0-Formation um und forcierte das Spiel über die Außenpositionen. Dies nahm den Tunesiern den Raum für ihre gefürchteten Durchbrüche. Zur Pause stand es leistungsgerecht 9:9.

Die Entscheidung in der Schlussphase
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Abnutzungskampf. Während Tunesien durch die aufopferungsvolle Deckungsarbeit sichtlich Kraft verlor, konnte die UdSSR von der Bank nachlegen. Fenger vertraute in der Crunchtime auf die Wurfkraft seines Rückraums. Beim Stand von 15:15 drei Minuten vor dem Ende gelang den Sowjets ein 3:0-Lauf. Die tunesische Offensive fand gegen den massiven Block der UdSSR kein Durchkommen mehr.

Fazit
Am Ende feierte die UdSSR einen hart erarbeiteten 18:15-Sieg. Während Hendrik Nielsen und seine Tunesier als "Sieger der Herzen" die Silbermedaille entgegennahmen, hoben die Experten vor allem die defensive Disziplin hervor, die Florian Fenger seinem Team eingeimpft hatte.
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02--1970 = SCHWEDEN vs Japan-------------------20 : 18n.V.
...............(DIETER SCHERER--Sascha Mendes)


Das Wunder von Paris:
Schweden ringt Japan in der Verlängerung nieder!

PARIS – In einem der dramatischsten Endspiele der Handballgeschichte hat sich Schweden unter Trainer Dieter Scherer die Krone der Welt aufgesetzt. In der ausverkauften Arena von Paris bezwangen die Skandinavier die Sensation des Turniers, das von Sascha Mendes trainierte Japan, mit 20:18 nach Verlängerung.

Taktik-Schlacht der Systeme
Von Beginn an entwickelte sich ein Duell der Gegensätze. Während Scherers Schweden auf ihre physische Präsenz und eine knallharte 6:0-Abwehr setzten, wirbelten die Japaner unter Mendes mit einer bis dahin in Europa kaum gesehenen Schnelligkeit. Die japanische „Kamikaze-Abwehr“ – eine extrem offensive 3:3-Formation – zwang die Schweden immer wieder zu überhasteten Abschlüssen.

Dramatik pur in der regulären Spielzeit
Japan führte zur Halbzeit überraschend mit 9:7. Trainer Mendes hatte sein Team perfekt eingestellt: Mit flachen, präzisen Pässen und spektakulären Sprungwürfen aus dem Rückraum brachten sie die schwedische Deckung ins Wanken. Doch Scherer bewies in der Kabine ein glückliches Händchen. Er stellte auf eine engere Manndeckung gegen Japans Spielmacher um, was den Spielfluss der Asiaten im zweiten Durchgang sichtlich störte.
Fünf Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schien die Sensation perfekt, als Japan mit 16:15 führte. Doch mit dem Schlusspfiff hämmerte der schwedische Kapitän den Ball aus zwölf Metern zum 16:16-Ausgleich unter die Latte. Die Halle bebte!

Die Verlängerung: Physis besiegt Finesse
In der zehnminütigen Verlängerung machten sich die Kraftreserven bemerkbar. Während die japanischen Spieler dem extremen Tempo Tribut zollen mussten, blieben die Schweden cool. Zwei entscheidende Treffer über die Außenpositionen brachten die Vorentscheidung. Japan versuchte alles, scheiterte aber immer wieder am überragenden schwedischen Torhüter.
Als der Endstand von 20:18 feststand, fielen sich die Schweden um Trainer Scherer in die Arme. Japan-Coach Mendes zeigte sich als fairer Verlierer: „Wir haben die Welt überrascht, aber heute hat die Erfahrung gewonnen.“

Tore für Schweden: Bergqvist (6), Lindström (5/2), Eriksson (4)...
Tore für Japan: Tanaka (7), Sato (4), Nakamura (3)...
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03--1974 = UDSSR vs Ungarn---------------------20 : 15
...............(TOM KORNFELD--Bernd Korbach)


In einer hitzigen Atmosphäre, die von der taktischen Finesse zweier Trainerlegenden geprägt war, sicherte sich die UdSSR unter Tom Kornfeld mit einem 20:15-Sieg gegen Ungarn ihren zweiten Weltmeistertitel. Das Finale der WM 1974 ging als eine Demonstration defensiver Stärke und eiskalter Chancenverwertung in die Geschichte ein.

Spielbericht: UdSSR vs. Ungarn (20:15)

Die erste Halbzeit: Taktisches Belauern
Von Beginn an entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Die Ungarn, taktisch glänzend von Bernd Korbach eingestellt, versuchten das Spiel über schnelle Kombinationen breit zu machen. Doch die sowjetische Abwehr stand wie eine Mauer. Kornfelds Handschrift war deutlich zu erkennen: Eine aggressive 6:0-Formation, die den ungarischen Rückraum kaum zur Entfaltung kommen ließ. Zur Pause führte die UdSSR knapp mit 10:8.

Die Entscheidung: Der sowjetische Express
In der zweiten Hälfte erhöhte die UdSSR den Druck. Während Ungarn mit der Chancenverwertung haderte und immer wieder am überragenden sowjetischen Torhüter scheiterte, zog die Kornfeld-Truppe durch präzise Tempogegenstöße davon. Bernd Korbach versuchte durch zwei Auszeiten und eine offensivere Deckungsvariante gegenzusteuern, doch die physische Überlegenheit der UdSSR gab letztlich den Ausschlag.

Beim Stand von 18:13 fünf Minuten vor Ende war die Vorentscheidung gefallen. Die Sowjetunion spielte die Zeit routiniert herunter und feierte nach dem Schlusspfiff den verdienten zweiten Weltmeistertitel ihrer Verbandsgeschichte.

Die Eckdaten des Finales:
Ergebnis: 20:15 (10:8)
Weltmeister: UdSSR (Trainer: Tom Kornfeld)
Vizeweltmeister: Ungarn (Trainer: Bernd Korbach)

Besondere Vorkommnisse: Überragende Torhüterleistung der UdSSR; taktische Defensivschlacht in der ersten Halbzeit.
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04--1978 = ISLAND vs UdSSR---------------------18 : 17
...............(ANDREAS BRUEHL--Tom Kornfeld)

Das Wunder von Kopenhagen:

Island stürzt den Giganten UdSSR
Kopenhagen, 1978 – In einem Finale, das als die „Abwehrschlacht des Jahrhunderts“ in die Geschichte eingehen wird, hat die isländische Nationalmannschaft unter Trainer Andreas Brühl das Unmögliche wahrgemacht. Mit einem 18:17 (9:10)-Sieg entthronten die Isländer den zweifachen Weltmeister aus der Sowjetunion und versetzten die Handballwelt in Ekstase.

Erste Halbzeit: Taktisches Schachspiel
Von Beginn an war die Handschrift von UdSSR-Coach Tom Kornfeld klar erkennbar: Die sowjetische „Sbornaja“ agierte mit gewohnter physischer Härte und einem präzisen Positionsspiel. Island, der klare Außenseiter, hielt jedoch mit einer leidenschaftlichen 6:0-Abwehr dagegen, die Andreas Brühl perfekt auf die Wurfgewalt der Russen eingestellt hatte. Zur Pause führte die UdSSR knapp mit 10:9, doch die Isländer spürten, dass der Favorit wankte.

Zweite Halbzeit: Ein Krimi auf Augenhöhe
In der zweiten Hälfte entwickelte sich die Partie zu einem psychologischen Abnutzungskampf. Jedes Tor musste hart erarbeitet werden. Während Kornfeld an der Seitenlinie immer unruhiger wurde, weil seine Stars an der isländischen Mauer verzweifelten, trieb Brühl seine Männer peitschend nach vorne.

Fünf Minuten vor Ende schien die UdSSR beim Stand von 17:15 bereits wie der sichere Sieger. Doch dann folgte die heroische Schlussphase der Isländer: Drei Tore in Folge, darunter ein spektakulärer Hüftwurf in der Schlussminute, drehten das Spiel komplett.

Das dramatische Ende
Die UdSSR hatte zehn Sekunden vor Schluss noch die Chance zum Ausgleich, doch der letzte verzweifelte Wurf der Sowjets landete im Block der isländischen Abwehr. Als die Schlusssirene ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Andreas Brühl wurde von seinen Spielern auf Händen durch die Halle getragen, während Tom Kornfeld fassungslos auf die Anzeigetafel starrte.

Island ist Weltmeister – ein Sieg des Willens über die schiere Kraft.
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05--1982 = ALGERIEN vs Jugoslawien-------------17 : 16
...............(DANIEL POSCHADEL--Hendrik Nielsen)

Das Wunder von Algier:
Algerien entthront den Favoriten
Dortmund, Westfalenhalle – 7. März 1982


In einem dramatischen Finale, das als eine der größten Überraschungen der Handballgeschichte in die Annalen eingehen wird, hat die algerische Nationalmannschaft unter der Regie von Daniel Poschadel den WM-Titel errungen. Mit einem hauchdünnen 17:16 (8:9) besiegten die Nordafrikaner das hochfavorisierte Jugoslawien.

Taktikduell der Generationen
Das Endspiel war vor allem ein taktisches Schachspiel zwischen zwei Trainern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der junge deutsche Visionär Poschadel, der Algerien eine aggressive 3-2-1-Deckung verordnet hatte. Auf der anderen Seite die Trainerlegende Hendrik Nielsen. Für Nielsen war es ein bitteres Déjà-vu: Bereits 1967 hatte er als Trainer im WM-Finale gestanden und musste sich damals ebenfalls mit der Silbermedaille begnügen.

Spielverlauf: Abwehrschlacht pur
Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, in der Tore Mangelware waren. Jugoslawien versuchte, über seine körperliche Überlegenheit zum Erfolg zu kommen, doch die algerischen „Fennecs“ (Wüstenfüchse) flitzten wie elektrisiert durch die Lücken. Zur Halbzeit führte Jugoslawien noch knapp mit 9:8, und alles sah nach einem standesgemäßen Sieg für Nielsens Truppe aus.
In der zweiten Hälfte stellte Poschadel um. Er brachte einen zusätzlichen Kreisläufer und irritierte damit die jugoslawische Deckung zusehends. Fünf Minuten vor dem Ende stand es 15:15. Die Halle bebte, als Algerien durch einen spektakulären Kempa-Trick mit 17:16 in Führung ging.

Das Drama in der Schlusssekunde
In den letzten 30 Sekunden hatte Jugoslawien Ballbesitz. Hendrik Nielsen forderte in einer Auszeit volle Konzentration für den letzten Wurf. Doch der finale Kracher aus dem Rückraum landete am Pfosten. Als die Schlusssirene ertönte, kannte der Jubel auf algerischer Seite keine Grenzen mehr.
Während Daniel Poschadel von seinen Spielern auf Händen durch die Westfalenhalle getragen wurde, blieb Hendrik Nielsen fassungslos auf der Bank sitzen. Der „ewige Vizeweltmeister“ verpasste erneut den Thron, während Algerien Handballgeschichte schrieb.

Statistik:
Algerien: 17 Tore (Bester Werfer: Ahman mit 6 Treffern)
Jugoslawien: 16 Tore (Bester Werfer: Vujovic mit 5 Treffern)
Zuschauer: 12.000 (ausverkauft)
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06--1986 = SPANIEN vs Schweden-----------------18 : 15
...............(DIETER SCHERER--Detlev Reinhardt)


In einer Welt, in der die Handball-Geschichte im Jahr 1986 eine völlig andere Wendung nahm, kam es in der Schweiz zu einem Finale für die Ewigkeit.

Handball-Krimi in Zürich:
Scherer führt Spanien zum ersten WM-Titel
Zürich, 8. März 1986 – Sensation im Hallenstadion! In einem dramatischen Finale der 11. Handball-Weltmeisterschaft hat die spanische Nationalmannschaft unter der Regie des Taktik-Fuchses Dieter Scherer den Favoriten Schweden mit 18:15 (9:7) niedergerungen.

Das Duell der Strategen
Schon vor dem Anpfiff stand die Partie unter besonderen Vorzeichen. Auf der einen Seite Dieter Scherer, der Mann, der bereits 1970 Schweden zum Weltmeistertitel geführt hatte und nun ausgerechnet gegen seine alte Liebe antrat. Auf der Gegenseite sein einstiger Meisterschüler Detlev Reinhardt, der die „Tre Kronor“ mit einer jungen, hungrigen Truppe zurück an die Weltspitze führen wollte.

Erste Halbzeit: Abwehrschlacht par excellence
Beide Mannschaften starteten nervös. Die schwedische 6:0-Abwehr, das Prunkstück von Reinhardts System, schien zunächst unüberwindbar. Doch Scherer hatte seine Spanier perfekt eingestellt: Mit langen, geduldigen Angriffen zermürbten sie die physisch überlegenen Schweden. Spanien gelang es, den schwedischen Spielmacher früh zu isolieren, während die Iberer vorne durch präzise Abschlüsse glänzten. Zur Pause führte der Außenseiter überraschend mit 9:7.

Zweite Halbzeit: Taktische Finessen entscheiden
Nach dem Seitenwechsel drehte Schweden auf. Reinhardt stellte auf eine offensivere 5:1-Deckung um, was Spanien kurzzeitig aus dem Rhythmus brachte. Zehn Minuten vor Schluss glichen die Skandinavier zum 14:14 aus – die Halle tobte.

In dieser kritischen Phase zeigte sich die ganze Erfahrung von Dieter Scherer. Mit einer Auszeit und der Umstellung auf zwei Kreisläufer überraschte er die schwedische Defensive völlig. Während Schweden in der Schlussphase an der spanischen Torwart-Legende verzweifelte, machten die Spanier mit drei Toren in Folge alles klar.

Scherer krönt sein Lebenswerk
Mit dem Schlusspfiff und dem Endstand von 18:15 brachen alle Dämme. Dieter Scherer, der „ewige Weltmeister“, hat es erneut geschafft. Nach seinem Triumph mit Schweden vor 16 Jahren hat er nun Spanien den ersten großen internationalen Titel der Verbandsgeschichte beschert.

Stimmen zum Spiel:
Dieter Scherer (Trainer Spanien): „Es ist ein emotionaler Sieg. Gegen Schweden zu gewinnen, ist immer speziell, aber dieses spanische Team hat heute mit Herz und Verstand gespielt.“

Detlev Reinhardt (Trainer Schweden): „Dieter hat uns heute taktisch den Zahn gezogen. Wir sind enttäuscht, aber wir gratulieren einem großen Sportsmann.“

Statistik:
Spanien: Tore durch Lorenzo (5), Garcia (4), Scherer Jr. (3), Lopez (3), Martinez (2), Rodriguez (1).
Schweden: Tore durch Svensson (6), Larsson (4), Andersson (3), Nilsson (2).
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07--1990 = SÜDKOREA vs DDR---------------------20 : 15
...............(CARSTEN DUDDECK--Wilfried Schlaeger)


Seoul-Sensation in der Wendezeit: Südkorea entzaubert die DDR

Seoul / Berlin. In einem Finale, das die Handballwelt so nicht auf der Rechnung hatte, krönte sich Südkorea unter dem deutschen Taktik-Fuchs Carsten Duddeck zum Weltmeister. In einer hitzigen Atmosphäre besiegten die Ostasiaten die DDR-Auswahl von Wilfried Schlaeger mit 20:15 (11:8).

Der Spielverlauf: Schnelligkeit schlägt Wucht
Von Beginn an entwickelte sich ein Clash der Kulturen. Die DDR, physisch überlegen und mit der Routine aus Schlaegers Schule, versuchte das Spiel über den Kreis und die wurfgewaltigen Rückraumschützen zu kontrollieren. Doch Duddecks „Koreanische Mauer“ – eine extrem offensive und aggressive 3-3-Abwehr – zog den Ostdeutschen früh den Zahn.

Immer wieder provozierten die flinken Koreaner Ballverluste. Duddeck hatte sein Team perfekt auf die Spielzüge der Schlaeger-Sieben eingestellt. Zur Halbzeit führte der Außenseiter überraschend mit 11:8, auch weil der koreanische Torhüter zur menschlichen Wand mutierte.

Schlaegers Brechstange bleibt wirkungslos
In der zweiten Hälfte versuchte Wilfried Schlaeger mit einer Manndeckung gegen Koreas Spielmacher gegenzusteuern, doch die konditionelle Überlegenheit der Duddeck-Truppe gab den Ausschlag. Während der DDR in der Schlussphase die Präzision im Abschluss fehlte, spielten sich die Koreaner in einen Rausch.

Beim Stand von 18:14 fünf Minuten vor dem Ende war die Vorentscheidung gefallen. Carsten Duddeck bewies mit riskanten Einwechslungen Mut, während die DDR-Spieler sichtlich mit der unorthodoxen Spielweise haderten. Am Ende leuchtete ein deutliches 20:15 von der Anzeigetafel.

Stimmen zum Spiel
Carsten Duddeck (Trainer Südkorea): „Wir wussten, dass wir die DDR nur über das Tempo und maximale Nervosität schlagen können. Die Jungs haben die taktischen Vorgaben zu 100 Prozent umgesetzt. Ein historischer Tag für Korea.“

Wilfried Schlaeger (Trainer DDR): „Wir haben heute gegen eine Mannschaft verloren, die uns läuferisch und gedanklich immer einen Schritt voraus war. Carsten hat uns taktisch heute leider den Schneid abgekauft. Das müssen wir erst einmal verdauen.“
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08--1993 = DÄNEMARK vs Norwegen----------------18 : 16
...............(ANDREAS BRUEHL--Thomas Miotke)


Drama in Oslo: Dänemark erkämpft sich die Krone im Norden

Oslo, Spektrum-Arena – In einem der defensivstärksten Endspiele der Handball-Geschichte hat Dänemark unter der Regie von Taktikfuchs Andreas Brühl den Thron bestiegen. Mit einem knappen 18:16 (9:7) gegen den leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber Norwegen sicherten sich die Dänen in einem Hexenkessel von 10.000 Zuschauern das WM-Gold.

Brühls taktisches Meisterstück
Das Finale war von Beginn an geprägt von der taktischen Disziplin beider Mannschaften. Norwegens Trainer Thomas Miotke setzte auf eine extrem aggressive 6:0-Abwehr, die den dänischen Rückraum immer wieder vor Probleme stellte. Doch Andreas Brühl, der bereits für seinen „kühlen Kopf“ bekannt ist, reagierte früh: Er verlangsamte das Tempo und zwang die Norweger in lange, kräftezehrende Positionsangriffe.

Ein historischer Triumph
Mit diesem Sieg schreibt Andreas Brühl Sportgeschichte. Nach seinem legendären Erfolg mit Island im Jahr 1978 ist er nun der erst zweite Trainer der Geschichte – neben dem Deutschen Dieter Scherer –, dem das Kunststück gelang, mit zwei verschiedenen Nationen Weltmeister zu werden. Brühl bewies erneut, dass er Mannschaften transformieren kann: Aus dem spielstarken, aber oft instabilen dänischen Team formte er eine Defensiv-Festung.

Spielverlauf: Abwehrschlacht pur
Bis zur 45. Minute blieb die Partie beim Stand von 13:13 völlig offen. Norwegen peitschte sein Team nach vorne, doch in der entscheidenden Phase vernagelte der dänische Keeper das Tor. Zwei schnelle Tempogegenstöße brachten Dänemark mit 17:15 in Front. Miotkes Truppe versuchte in den letzten zwei Minuten alles, scheiterte aber immer wieder am dänischen Block. Ein letzter Treffer von Rechtsaußen besiegelte schließlich den 18:16-Endstand.

Während Norwegen trotz der Silbermedaille die erfolgreichste Ära ihrer Geschichte feiert, wird Brühl in Kopenhagen wohl ein Denkmal sicher sein.
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09--1995 = DEUTSCHLAND vs Spanien--------------20 : 14
...............(STEFAN PAULS--Dieter Scherer)


Handball-Krimi auf Island: Deutschland stürzt den „ewigen Weltmeister“ Scherer

Reykjavík, 21. Mai 1995 – In einer hitzigen Atmosphäre in der Laugardalshöll hat die deutsche Nationalmannschaft unter Trainer Stefan Pauls erstmals den Thron der Handballwelt bestiegen. In einem taktisch geprägten Endspiel besiegte das DHB-Team die favorisierten Spanier mit 20:14 (9:6) und setzte damit der jahrelangen Dominanz von Trainer-Legende Dieter Scherer ein Ende.

Taktik-Schachmatt für den „Magier“
Spanien ging als klarer Favorit in die Partie, nicht zuletzt wegen ihres Mannes an der Seitenlinie. Dieter Scherer, der bereits 1970 Spanien zu Gold geführt und 1986 mit den Schweden den WM-Titel geholt hatte, galt als unbezwingbarer Stratege der Endspiele. Doch Stefan Pauls hatte seine Hausaufgaben gemacht. Mit einer aggressiven 6:0-Abwehrvariante zog er dem spanischen Angriffsspiel früh den Zahn.

Spielverlauf: Abwehrschlacht par excellence
Von Beginn an entwickelte sich eine Defensivschlacht. Deutschland agierte diszipliniert und zwang die Iberer immer wieder in passive Angriffe. Zur Pause führte das Team von Stefan Pauls überraschend mit 9:6, auch weil der deutsche Torhüter zur absoluten Mauer avancierte.

In der zweiten Halbzeit versuchte Scherer mit seiner ganzen Routine, das Ruder herumzureißen. Er stellte auf eine offene Manndeckung um, doch die deutsche Mannschaft blieb cool. Stefan Pauls reagierte mit schnellen Wechseln und hielt das Tempo hoch. Beim Stand von 17:13 fünf Minuten vor Ende war der Widerstand der Spanier gebrochen.

Das Ende einer Ära?
Mit dem Schlusspfiff und dem Endstand von 20:14 brachen in der Halle alle Dämme. Während Stefan Pauls von seinen Spielern in die Luft geworfen wurde, zeigte sich Dieter Scherer als fairer Verlierer. „Heute hat der Jüngere den Älteren ausgecoacht“, gratulierte er Pauls kurz nach dem Spiel.

Für Deutschland ist dieser Sieg der größte Erfolg seit Jahrzehnten. Stefan Pauls hat bewiesen, dass man auch gegen die größten Taktiker der Geschichte gewinnen kann, wenn das Kollektiv über sich hinauswächst.
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10--1997 = TSCHECHIEN vs Norwegen--------------17 : 16
...............(ACHIM SORG--Detlev Reinhardt)



Handball-Krimi in Berlin: Tschechien krönt sich zum Weltmeister

Berlin, Max-Schmeling-Halle – In einem dramatischen Finale, das als eine der größten Abwehrschlachten der Handballgeschichte in die Annalen eingehen wird, hat sich die tschechische Nationalmannschaft unter Trainer Achim Sorg mit 17:16 (8:9) gegen Norwegen durchgesetzt.

Taktik-Schach der Trainer-Legenden
Das Endspiel stand ganz im Zeichen zweier Trainer-Füchse. Auf der einen Seite Achim Sorg, der sein Team mit einer aggressiven 6:0-Abwehr perfekt auf die skandinavische Angriffsmaschine eingestellt hatte. Auf der anderen Seite der erfahrene Detlev Reinhardt, der mit Norwegen nach 1993 erneut den Greif nach dem Gold wagte. Reinhardt, der bereits 1986 Schweden zur Vizeweltmeisterschaft geführt hatte, setzte auf Tempo und taktische Disziplin, stieß jedoch auf eine tschechische Mauer.

Spielverlauf: Dramatik bis zur Schlusssirene
Die erste Halbzeit war geprägt von nervösem Beginn und glänzenden Torhüterleistungen. Norwegen lag zur Pause hauchdünn mit 9:8 vorn, konnte sich aber nie entscheidend absetzen. In der zweiten Hälfte peitschte Achim Sorg seine Männer unermüdlich nach vorne. In der 58. Minute beim Stand von 16:16 hielt die Halle den Atem an: Ein wuchtiger Rückraumwurf schlug unhaltbar im norwegischen Gehäuse ein – die Führung für Tschechien.

Das bittere Ende für Norwegen
Detlev Reinhardt versuchte in der letzten Auszeit alles, brachte den siebten Feldspieler, doch der tschechische Block hielt stand. Für Norwegen bleibt damit zum zweiten Mal nach 1993 das bittere Prädikat des Vizeweltmeisters.

Endergebnis: Tschechien 17 – 16 Norwegen
Zuschauer: 8.500 (ausverkauft)
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11--1999 = RUSSLAND vs Mazedonien--------------18 : 17
...............(BERND KORBACH--Carsten Duddeck)


Handball-WM 1999: Das "Wunder von Kairo" – Russland erkämpft den Thron

Kairo, Ägypten – In einer der spannendsten und zugleich defensivgeprägtesten Finalschlachten der Handballgeschichte hat sich Russland mit einem hauchdünnen 18:17 (9:8) gegen das Überraschungsteam aus Mazedonien durchgesetzt. Für die russische Auswahl, die als Nachfolger der UdSSR bereits in ihrem vierten großen Finale stand, ist es die Rückkehr zur absoluten Dominanz.

Taktik-Schach der Trainer-Füchse
Das Spiel war von Beginn an von der Handschrift der beiden deutschen Trainer geprägt. Bernd Korbach, der russische Nationalcoach, setzte auf eine kompromisslose 6:0-Abwehr, die mazedonische Durchbrüche im Keim ersticken sollte. Sein Gegenüber, Carsten Duddeck, antwortete mit einer extrem langsamen, fast schon einschläfernden Spielweise, um das russische Tempospiel zu unterbinden.

Der Spielverlauf: Nervenkrieg bis zur Schlusssirene
Erste Halbzeit: Tore waren Mangelware. Mazedonien führte zwischenzeitlich mit 5:3, doch die russische Routine zahlte sich aus. Kurz vor der Pause drehte Russland das Spiel zur knappen 9:8-Führung.

Zweite Halbzeit: Mazedonien kämpfte sich leidenschaftlich zurück. Angetrieben von einem Hexenkessel in Kairo glich der Außenseiter fünf Minuten vor Ende zum 16:16 aus.

Die Entscheidung:
In der dramatischen Schlussminute behielt der russische Spielmacher die Nerven. Mit einem Hüftwurf aus dem Rückraum erzielte Russland das 18:17. Der letzte mazedonische Angriff landete Sekunden vor dem Abpfiff am Pfosten.

Historische Einordnung
Mit diesem Sieg krönt Russland seine beeindruckende Historie. In der Tradition der UdSSR, die bereits zweimal Weltmeister und einmal Vizeweltmeister war, festigt das Team seinen Ruf als Handball-Großmacht.

Während die Mazedonier unter Carsten Duddeck die Herzen der Fans gewannen, jubelte am Ende die Erfahrung unter Bernd Korbach.

Statistik zum Finale:
Endstand: Russland 18:17 Mazedonien (9:8)
Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)
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12--2001 = KUWAIT vs Schweden------------------17 : 15
...............(ADRIAN THUROW--Detlev Reinhardt)


Die Sensation von Paris: Kuwait krönt sich zum Weltmeister!

In einem Finale, das jede Expertenprognose sprengte, besiegte der krasse Außenseiter Kuwait unter der Regie des deutschen Taktikfuchses Adrian Thurow den hohen Favoriten Schweden mit 17:15 (9:7). Während Kuwait im Konfettiregen versinkt, erlebt der schwedische Nationaltrainer Detlev Reinhardt sein persönliches Trauma: Nach 1986 und 1997 ist dies bereits seine dritte Niederlage in einem WM-Endspiel.

Betonabwehr bricht Schwedens Willen
Von Beginn an entwickelte sich im Palais Omnisports eine Abwehrschlacht, wie man sie selten gesehen hat. Thurow hatte sein Team perfekt auf die schwedische „Bengan-Boys“-Schule eingestellt. Mit einer extrem beweglichen 3-2-1-Deckung nahmen die Kuwaitis den schwedischen Rückraumstars komplett den Schwung.

Detlev Reinhardt wirkte an der Seitenlinie zunehmend ratlos. Seine Mannschaft, die spielerisch eigentlich überlegen war, verzweifelte immer wieder an der physischen Härte und dem überragenden kuwaitischen Torhüter, der mit 18 Paraden zum Helden des Abends wurde.

Das Drama der Schlussphase
Beim Stand von 15:15 fünf Minuten vor dem Ende hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Während Reinhardt versuchte, mit dem siebten Feldspieler Druck zu erzeugen, blieb Thurow cool. Ein Doppelschlag durch Kuwaits Rechtsaußen besiegelte schließlich den Endstand von 17:15.

Für Reinhardt ist es eine tragische Parallele zu seinen früheren Stationen: Wieder einmal fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss, um den Fluch der Silbermedaille zu brechen. Adrian Thurow hingegen hat bewiesen, dass man mit Disziplin und einer „Defense First“-Mentalität selbst die Handball-Weltmacht Schweden stürzen kann.

Statistik:
Kuwait: 17 Tore (Trainer: Adrian Thurow)
Schweden: 15 Tore (Trainer: Detlev Reinhardt)
Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)
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13--2003 = POLEN vs Spanien--------------------19 : 15
...............(TOM KORNFELD--Thomas Miotke)


Kornfelds Abwehr-Bollwerk schlägt spanische Offensive: Polen ist Weltmeister!

Lissabon – In einem historischen Finale der Handball-Weltmeisterschaft 2003 hat sich die polnische Nationalmannschaft unter Trainer Tom Kornfeld die Krone aufgesetzt. In einer extrem defensiv geprägten Partie besiegten die Polen die spanische Auswahl von Thomas Miotke mit 19:15 (9:7) und feierten den ersten WM-Titel ihrer Geschichte.

Taktik-Schlacht der Defensiv-Gurus
Wer ein Torfestival erwartet hatte, wurde enttäuscht, doch Taktik-Fans kamen voll auf ihre Kosten. Die „Mauer von Kornfeld“ – eine extrem physische 6:0-Abwehr – zog den spanischen Filigrantechnikern von Beginn an den Zahn. Miotkes Team fand gegen die kompakte Mitte kaum Lücken und scheiterte immer wieder am überragenden polnischen Schlussmann.

Entscheidung in der Schlussphase
Spanien biss sich bis zum 15:16 (52. Minute) heran, doch in der Crunchtime behielt Kornfelds Truppe die Nerven. Während Miotke mit einer siebten Feldspielerin alles riskierte, konterten die Polen eiskalt. Drei Treffer in Folge besiegelten den 19:15-Endstand.

Stimmen zum Spiel:
Tom Kornfeld (Polen): „Wir wussten, dass wir Spanien nur über die Abwehr knacken können. Meine Jungs haben heute Beton angerührt.“

Thomas Miotke (Spanien): „Glückwunsch an Tom. 15 Tore sind in einem Finale einfach zu wenig, wir haben heute im Angriff die Tiefe vermissen lassen.“
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14--2005 = RUSSLAND vs Tschechien--------------20 : 19n.V.
...............(BERND KORBACH--Achim Sorg)


Krimi in der Verlängerung: Russland krönt sich zum vierten Mal zum Weltmeister

In einem dramatischen Finale der Handball-Weltmeisterschaft 2005 hat sich Russland in einem Abnutzungskampf gegen Tschechien mit 20:19 nach Verlängerung durchgesetzt. Vor ausverkaufter Kulisse sicherte sich das Team von Trainer Bernd Korbach damit den vierten Titel der Verbandsgeschichte (einschließlich UdSSR) und zementierte seinen Status als Rekordweltmeister.

Von Beginn an war die Partie geprägt von taktischer Disziplin und zwei überragenden Abwehrreihen. Das tschechische Team, perfekt eingestellt von Coach Achim Sorg, agierte mit einer aggressiven 6:0-Formation, die den russischen Rückraum immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte. Zur Halbzeit leuchtete ein ungewöhnlich niedriges 8:9 auf der Anzeigetafel – ein Spiegelbild der enormen Nervosität auf beiden Seiten.

Taktikschlacht der Trainer
In der zweiten Hälfte bewies Bernd Korbach ein glückliches Händchen. Er stellte die russische Deckung um und forcierte das Spiel über die Außenpositionen. Doch die Tschechen ließen sich nicht abschütteln. Angeführt von einer bärenstarken Torhüterleistung blieb Sorgs Truppe bis zur letzten Sekunde dran. Beim Stand von 17:17 nach 60 Minuten pfiffen die Schiedsrichter die reguläre Spielzeit ab – die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

Drama in den Schlussminuten
In der Extrazeit wurde es zur reinen Willenssache. Tore waren Mangelware, jeder Ballbesitz wurde zelebriert. Den entscheidenden Treffer zum 20:19 erzielte Russland knapp 40 Sekunden vor dem Ende durch einen krachenden Wurf aus dem Rückraum. Tschechien warf im letzten Angriff noch einmal alles nach vorne, doch die russische Mauer hielt stand.

Rekordsieger Russland
Mit diesem knappen Erfolg bleibt Russland das Maß aller Dinge im Welthandball. Es ist der insgesamt vierte Stern für den Verband, womit man die Spitzenposition in der ewigen Bestenliste erfolgreich verteidigt hat.

Während die tschechische Mannschaft trotz der knappen Niederlage für ihre leidenschaftliche Turnierleistung gefeiert wurde, kannte der Jubel im Lager der Russen und bei Trainer Korbach keine Grenzen mehr.
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15--2007 = AEGYPTEN vs Katar------------18 : 17n.V.
...............(MATHIAS RUMMER-LOENS--Wilfried Schlaeger)


Handball-Krimi in Köln: Ägypten krönt sich zum Weltmeister!

Köln Arena – In einem der torärmsten, aber nervenaufreibendsten Endspiele der Handball-Geschichte hat sich Ägypten unter Trainer Mathias Rummer-Loens erstmals die Krone aufgesetzt. In einer Abwehrschlacht, die an taktischer Disziplin kaum zu überbieten war, besiegten die Nordafrikaner den Überraschungsfinalisten Katar mit 18:17 nach Verlängerung.

Zwei Defensiv-Künstler unter sich
Nachdem Ägypten im Halbfinale bereits den Rekordweltmeister Russland mit einer sensationellen Defensivleistung (18:16) ausgeschaltet hatte, blieb Rummer-Loens seinem System auch im Finale treu. Auf der Gegenseite hatte Wilfried Schlaeger sein katarisches Team perfekt eingestellt. Die erste Halbzeit glich einem Belagerungszustand: Tore waren Mangelware, jeder Meter Hallenboden wurde hart umkämpft.

Dramatik pur in der Verlängerung
Während die deutschen Fans nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus ihrer Mannschaft wehmütig in die Arena blickten, sahen sie ein Spiel, das von der Spannung lebte. Katar führte fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit zwei Toren, doch die Ägypter bewiesen Nervenstärke aus Stahl.
In der notwendigen Verlängerung beim Stand von 15:15 avancierte der ägyptische Torhüter zum Helden, als er Sekunden vor dem Abpfiff einen Tempogegenstoß der Katarer entschärfte. Den entscheidenden Treffer zum 18:17 setzte Ägyptens Kreisläufer mit dem Schlusspfiff in die Maschen.

Fazit
Ein historischer Triumph für den afrikanischen Handball. Während Wilfried Schlaeger trotz der knappen Niederlage stolz auf sein katarisches „Wintermärchen“ sein kann, feiert Ägypten unter Mathias Rummer-Loens den größten Erfolg seiner Sportgeschichte.
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16--2009 = DÄNEMARK vs Polen-------------------19 : 17
...............(PATRICK THUROW--Tom Kornfeld)


Drama in Zagreb: Dänemark krönt sich in defensiver Abwehrschlacht zum Weltmeister

Zagreb, Arena Zagreb – In einem Endspiel, das weniger durch Offensiv-Spektakel als durch taktische Disziplin und überragende Torhüterleistungen geprägt war, hat sich Dänemark unter Trainer Patrick Thurow mit 19:17 (9:8) gegen Polen durchgesetzt.

Kornfelds Taktik vs. Thurows Defensive
Von Beginn an entwickelte sich eine zähe Partie. Die polnische Mannschaft von Trainer Tom Kornfeld agierte gewohnt physisch und versuchte, das Tempo früh zu verschleppen, um die dänische „Dynamit“-Offensive gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen. Doch Thurow hatte seine Abwehr perfekt eingestellt: Ein extrem beweglicher Mittelblock verstellte die Passwege zu den polnischen Kreisläufern fast komplett.

Entscheidung in der Schlussphase
Beim Stand von 17:17 fünf Minuten vor dem Ende hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Während Polen zwei Großchancen am dänischen Aluminium ließ, bewies Patrick Thurow Mut zur Lücke und brachte für den entscheidenden Angriff den siebten Feldspieler. Mit Erfolg: Ein präziser Schlagwurf brachte das 18:17, bevor ein technischer Fehler der Polen im Gegenzug den Weg für den entscheidenden Treffer zum 19:17-Endstand ebnete.

Für Dänemark ist es der verdiente Lohn einer konstanten Turnierleistung, während Polen trotz einer aufopferungsvollen Defensivleistung unter Kornfeld mit Silber vorliebnehmen muss.

Rückblick: Das deutsche Debakel
Während die Fans in Kopenhagen feiern, herrscht in Deutschland weiterhin Katerstimmung. Das DHB-Team erlebte bereits im Achtelfinale sein persönliches Waterloo. In einer historisch torarmen Partie unterlag man Ägypten mit 8:14. Ohne jegliche Durchschlagskraft im Rückraum fand die deutsche Sieben kein Mittel gegen die offensive Deckung der Nordafrikaner und verabschiedete sich so früh wie selten zuvor aus dem Turnier.
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17--2011 = ISLAND vs Slowakei-------------------20 : 14
...............(ACHIM SORG--Juergen Ambrosius)

Ein Hauch von Reykjavik in der Wüste: Island krönt sich zum Weltmeister

DOHA – Die Sensation ist perfekt: In einem packenden, von Taktik geprägten Endspiel der Handball-Weltmeisterschaft 2011 hat Island seinen zweiten WM-Titel nach 1978 gefeiert. Das Team von Erfolgscoach Achim Sorg bezwang die Slowakei unter Jürgen Ambrosius mit 20:14 (10:7) und versetzte eine ganze Inselnation in Ekstase.

Sorgs taktisches Meisterstück
Es war das Duell der deutschen Trainerfüchse. Achim Sorg, der bereits 1997 eine Mannschaft zum Gold geführt hatte, setzte von Beginn an auf eine aggressive 6:0-Abwehr, die den slowakischen Rückraum förmlich erstickte.

Jürgen Ambrosius, der die Slowaken überraschend ins Finale geführt hatte, fand gegen diesen Abwehrbeton kaum Mittel. „Wir wussten, dass wir über die Physis kommen mussten“, erklärte ein sichtlich gerührter Sorg nach dem Abpfiff. Für ihn schließt sich mit seinem zweiten persönlichen WM-Titel ein Kreis.

Defensive gewinnt Meisterschaften
Das Spiel begann nervös. Tore waren Mangelware, was vor allem an den überragenden Torhüterleistungen auf beiden Seiten lag. Island gelang es jedoch Mitte der ersten Halbzeit, sich durch schnelle Gegenstöße auf 8:4 abzusetzen. Die Slowakei kämpfte verbissen, doch die Isländer agierten mit der Abgeklärtheit eines Champions.

Beim Stand von 14:12 in der 45. Minute kippte die Partie kurzzeitig zugunsten der Slowaken, doch Sorg reagierte prompt mit einem Time-Out. Danach vernagelte Island das Tor: In den letzten zehn Minuten ließ die Abwehr nur noch zwei Gegentreffer zu. Beim Endstand von 20:14 brachen auf der isländischen Bank alle Dämme.

Historischer Triumph
Mit diesem Sieg tritt die aktuelle Generation in die Fußstapfen der Helden von 1978. Island ist wieder die Nummer eins der Welt. Während die Slowakei trotz der Niederlage das erfolgreichste Turnier ihrer Geschichte feierte, festigte Achim Sorg seinen Ruf als „Gold-Trainer“.

Statistik:
Island: Tor: Magnússon (18 Paraden); Feld: Sigurðsson (6), Pálmarsson (5), Gunnarsson (4/2), Petersson (3), Stefánsson (2).
Slowakei: Tor: Štochl (15 Paraden); Feld: Antl (4/1), Kopčo (3), Valo (3), Kukučka (2), Tarhai (2).


Presseschau aus Island
Hier ist die Presseschau aus Reykjavik am Tag nach dem historischen Triumph von Doha:

Morgunblaðið: „Die Eis-Könige besteigen den Thron!“
„33 Jahre nach dem Wunder von Kopenhagen 1978 hat Island wieder die Welt erobert. In einem Spiel, das mehr einer Abwehrschlacht als einem Handballmatch glich, behielten unsere Jungs kühlen Kopf. Achim Sorg hat sich in Island unsterblich gemacht. Sein taktisches Konzept hat die Slowaken nicht nur besiegt, sondern förmlich zermürbt. Reykjavik bereitet sich auf die größte Party der Geschichte vor – der Flughafen Keflavík wird beben, wenn die Helden mit dem Goldpokal landen.“

Fréttablaðið: „Sorgs goldene Hände“
„Man nennt ihn den ‚deutschen Isländer‘. Achim Sorg, der Mann, der schon 1997 die Weltspitze erklomm, hat es wieder getan. Er hat aus einer Gruppe hochtalentierter Individualisten eine unüberwindbare Mauer geformt. Nur 14 Gegentore in einem WM-Finale – das ist kein Handball, das ist Kunst. Die Slowakei unter Jürgen Ambrosius wirkte am Ende ideenlos gegen das isländische Bollwerk. Wir sind zum zweiten Mal Weltmeister, und dieses Gefühl ist süßer als jeder Export-Erfolg.“

DV (Dagblaðið Vísir): „20:14 – Die Zahlen der Ewigkeit“
„Wer hätte das gedacht? Nach den harten Jahren ist Sport das beste Heilmittel für die Seele unserer Nation. Das Finale von 2011 wird als das ‚Defensiv-Epos von Doha‘ in die Annalen eingehen. Torhüter Magnússon war kein Mensch, er war eine Wand aus Gletschereis. Während die Slowaken verzweifelten, spielten unsere Wikinger ihren Stiefel mit einer stoischen Ruhe herunter. Island 2, Slowakei 0 (in Sachen WM-Titel) – danke, Achim Sorg!“

RÚV (Staatlicher Rundfunk) – Kommentar:
„Es ist nicht nur ein Sieg für den Sport, es ist ein Sieg für das isländische Herz. Dass ausgerechnet ein deutscher Trainer uns zum zweiten Mal nach 1978 zum Gipfel führt, zeigt, dass Handball keine Grenzen kennt. Die Taktiktafel von Sorg wird vermutlich einen Ehrenplatz im Nationalmuseum erhalten. Heute ist ganz Island blau und weiß – und die Arbeit ruht, denn wir feiern unsere Weltmeister.“
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