|
|
|
#5
|
||||||
|
||||||
|
05--1982 = ALGERIEN vs Jugoslawien-------------17 : 16
...............(DANIEL POSCHADEL--Hendrik Nielsen) Das Wunder von Algier: Algerien entthront den Favoriten Dortmund, Westfalenhalle – 7. März 1982 In einem dramatischen Finale, das als eine der größten Überraschungen der Handballgeschichte in die Annalen eingehen wird, hat die algerische Nationalmannschaft unter der Regie von Daniel Poschadel den WM-Titel errungen. Mit einem hauchdünnen 17:16 (8:9) besiegten die Nordafrikaner das hochfavorisierte Jugoslawien. Taktikduell der Generationen Das Endspiel war vor allem ein taktisches Schachspiel zwischen zwei Trainern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der junge deutsche Visionär Poschadel, der Algerien eine aggressive 3-2-1-Deckung verordnet hatte. Auf der anderen Seite die Trainerlegende Hendrik Nielsen. Für Nielsen war es ein bitteres Déjà-vu: Bereits 1967 hatte er als Trainer im WM-Finale gestanden und musste sich damals ebenfalls mit der Silbermedaille begnügen. Spielverlauf: Abwehrschlacht pur Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, in der Tore Mangelware waren. Jugoslawien versuchte, über seine körperliche Überlegenheit zum Erfolg zu kommen, doch die algerischen „Fennecs“ (Wüstenfüchse) flitzten wie elektrisiert durch die Lücken. Zur Halbzeit führte Jugoslawien noch knapp mit 9:8, und alles sah nach einem standesgemäßen Sieg für Nielsens Truppe aus. In der zweiten Hälfte stellte Poschadel um. Er brachte einen zusätzlichen Kreisläufer und irritierte damit die jugoslawische Deckung zusehends. Fünf Minuten vor dem Ende stand es 15:15. Die Halle bebte, als Algerien durch einen spektakulären Kempa-Trick mit 17:16 in Führung ging. Das Drama in der Schlusssekunde In den letzten 30 Sekunden hatte Jugoslawien Ballbesitz. Hendrik Nielsen forderte in einer Auszeit volle Konzentration für den letzten Wurf. Doch der finale Kracher aus dem Rückraum landete am Pfosten. Als die Schlusssirene ertönte, kannte der Jubel auf algerischer Seite keine Grenzen mehr. Während Daniel Poschadel von seinen Spielern auf Händen durch die Westfalenhalle getragen wurde, blieb Hendrik Nielsen fassungslos auf der Bank sitzen. Der „ewige Vizeweltmeister“ verpasste erneut den Thron, während Algerien Handballgeschichte schrieb. Statistik: Algerien: 17 Tore (Bester Werfer: Ahman mit 6 Treffern) Jugoslawien: 16 Tore (Bester Werfer: Vujovic mit 5 Treffern) Zuschauer: 12.000 (ausverkauft)
__________________
Juergen Ambrosius
Geändert von Juergen Ambrosius (Gestern um 10:13 Uhr) |
|
|