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  #1  
Ungelesen 05.04.2026, 14:09
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Juergen Ambrosius Juergen Ambrosius ist gerade online
 
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01---1971/72
.....1 FC KAISERSLAUERN --- SV Fraulautern....................... 2 - 1
.....SÜDWEST --- Saarland
.....THOMAS MIOTKE--Wolfgang Rixen


Rot-Weiße Krönung in der Pfalz:

FCK-Talente erkämpfen die Meisterschale
Kaiserslautern – In einem hochdramatischen Endspiel um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft 1972 setzte sich die Elf vom Betzenberg mit 2:1 gegen den tapferen saarländischen Herausforderer SV Fraulautern durch. Vor einer Kulisse, die eines Profispielplatzes würdig war, lieferten sich beide Mannschaften einen packenden Schlagabtausch, der erst in der Schlussphase entschieden wurde.

Blitzstart für die Lautrer
Die Mannschaft von Trainer Thomas Miotke legte los wie die Feuerwehr. Bereits in der 12. Minute zappelte der Ball im Netz der Saarländer: Nach einer präzisen Flanke von der rechten Seite war der Lautrer Mittelstürmer zur Stelle und köpfte unhaltbar zur frühen 1:0-Führung ein. Die Pfälzer dominierten die Anfangsphase mit ihrem gewohnt druckvollen Offensivspiel und schienen den SV Fraulautern regelrecht zu überrennen.

Fraulauterns taktische Antwort
Doch wer dachte, die Jungs aus dem Saarlouiser Stadtteil würden nun einbrechen, sah sich getäuscht. Trainer Wolfgang Rixen stellte sein Team Mitte der ersten Halbzeit taktisch um, stärkte das Mittelfeld und ließ die Räume enger werden. Fraulautern fand über den Kampf ins Spiel und kam durch schnelle Konter immer wieder gefährlich vor das Gehäuse des FCK. Kurz vor dem Pausenpfiff dann der Paukenschlag: Ein direkt verwandelter Freistoß aus 20 Metern schlug im Winkel ein – der Ausgleich zum 1:1 (41. Minute).

Entscheidung im Schlussspurt
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine wahre Nervenschlacht. Beide Teams spielten auf Sieg, wobei die Pfälzer spielerisch reifer wirkten, während die Rixen-Elf mit enormer Leidenschaft dagegenhielt. Als sich die Zuschauer bereits auf eine Verlängerung einstellten, fiel die Entscheidung: In der 84. Minute nutzte der FCK eine Unachtsamkeit in der Fraulauterner Defensive. Nach einer feinen Einzelleistung vollstreckte der Lautrer Zehner flach ins lange Eck zum 2:1.

Fraulautern warf in den letzten Minuten alles nach vorne, doch die Defensive von Thomas Miotke hielt stand. Mit dem Schlusspfiff brachen auf dem Betzenberg alle Dämme – der 1. FC Kaiserslautern ist Deutscher A-Jugend-Meister 1972!

Statistik zum Spiel:
Ergebnis: 1. FC Kaiserslautern – SV Fraulautern 2:1 (1:1)
Tore: 1:0 (12.), 1:1 (41.), 2:1 (84.)
Trainer FCK: Thomas Miotke
Trainer SVF: Wolfgang Rixen
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Juergen Ambrosius
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  #2  
Ungelesen 05.04.2026, 14:21
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02---1972/73
.....FC SCHALKE 04 --- Eintracht Braunschweig.................... 2 - 0
.....WESTFALEN --- Niedersachsen
.....JUERGEN AMBROSIUS--Detlev Reinhardt


Königsblauer Triumph auf der Alm:

Schalkes Nachwuchs besteigt den Thron
Bielefeld, 8. Juli 1973 – Vor einer beeindruckenden Kulisse im Bielefelder Stadion an der Melanchthonstraße (der legendären „Alm“) krönte sich die A-Jugend des FC Schalke 04 zum deutschen Meister. In einem hochklassigen Finale bezwangen die Knappen die tapfer kämpfende Eintracht aus Braunschweig mit 2:0.

Das Spiel im Überblick
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, in der die Handschrift der beiden Trainer deutlich zu erkennen war. Während Jürgen Ambrosius seine Schalker Elf mit gewohntem Offensivdrang und technischer Finesse ins Rennen schickte, setzte Detlev Reinhardt auf eine kompakte Braunschweiger Defensive und gefährliche Konter über die Flügel.

1. Halbzeit: Schalke übernahm früh das Kommando. Besonders der junge Rüdiger Abramczik, der bereits bei den Profis für Furore sorgte, wirbelte die Braunschweiger Abwehr immer wieder durcheinander. In der 28. Minute war es dann so weit: Nach einer feinen Kombination über das Mittelfeld landete der Ball bei Abramczik, der mit einem platzierten Flachschuss das verdiente 1:0 markierte. Braunschweig versuchte zu antworten, biss sich aber an der sicher stehenden Schalker Hintermannschaft die Zähne aus.

2. Halbzeit: Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Eintracht das Risiko. Die „Löwen“ kamen zu zwei gefährlichen Standardsituationen, doch Schalkes Schlussmann parierte glänzend. In die Drangphase der Niedersachsen hinein fiel die Vorentscheidung: Ein präziser Konter landete beim Schalker Mittelstürmer, der eiskalt zum 2:0-Endstand vollendete (64. Minute).

Siegerehrung und Fazit
Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Die mitgereisten Schalker Fans stürmten den Rasen, um ihre „Eurofighter von morgen“ zu feiern. Trainer Jürgen Ambrosius lobte nach dem Spiel vor allem die Nervenstärke seines Teams: „Wir wussten, dass Braunschweig uns alles abverlangen würde, aber heute haben wir unsere Qualitäten im richtigen Moment ausgespielt.“

Für den FC Schalke 04 ist dieser Titel ein weiterer Beweis für die exzellente Nachwuchsarbeit im Revier. Während Braunschweig trotz der Niederlage erhobenen Hauptes die Heimreise antrat, wird die Nacht in Gelsenkirchen wohl lang und königsblau werden.

Daten zum Finale 1973
Details
Begegnung FC Schalke 04 – Eintracht Braunschweig
Ergebnis 2:0 (1:0)
Austragungsort Bielefeld (Stadion an der Melanchthonstraße)
Trainer S04 Jürgen Ambrosius
Trainer BTSV Detlev Reinhardt
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  #3  
Ungelesen 05.04.2026, 14:30
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03---1973/74
.....1 FC NÜRNBERG --- Karlsruher SC................................. 4 - 2
.....BAYERN --- Nordbaden
.....DIETER ROSNER--Hendrik Nielsen


In einem packenden Finale der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft 1974 sicherte sich der 1. FC Nürnberg am 14. Juli 1974 vor rund 11.000 Zuschauern im Würzburger Dallenbergstadion durch einen 4:2-Sieg gegen den Karlsruher SC den Titel.

Hier ist ein Spielbericht, der den Geist dieses historischen Triumphes einfängt:

„Club“-Youngster krönen sich in Würzburg zu Deutschlands Fußball-Königen!

WÜRZBURG – Die Hitze flirrte über dem Rasen des Würzburger Dallenbergstadions, doch die 11.000 Fans peitschten ihre Mannschaften unermüdlich nach vorne. In einem Endspiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war, bezwang die „Club“-Jugend unter Trainer Dieter Rosner den Karlsruher SC mit 4:2 und brachte die Meisterschale an den Valznerweiher.

Blitzstart und kalte Dusche
Nürnberg legte los wie die Feuerwehr. Bereits in der 12. Minute zappelte der Ball im Netz der Badener: Reinhold Schell, der erst kurz vor der Endrunde zum FCN gestoßen war, bewies seine Übersicht und bediente den agilen Sturm, der zur frühen Führung einschob. Doch der KSC, taktisch glänzend eingestellt von Hendrik Nielsen, schlug postwendend zurück. Ein Doppelschlag vor der Pause drehte die Partie zeitweise zugunsten der Karlsruher – die Franken gingen mit einem 1:2-Rückstand in die Kabine.

Die Wende nach der Pause
Trainer Dieter Rosner schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit dem Wiederanpfiff brannte der FCN ein Feuerwerk ab. Die Abwehr um den unermüdlichen Schell stabilisierte sich, und in der Offensive wirbelte der „Club“ die Karlsruher Defensive schwindelig.

55. Minute: Der Ausgleich zum 2:2 nach einer sehenswerten Kombination über den Flügel.

68. Minute: Nürnberg geht mit 3:2 in Führung – das Stadion kocht!

Die Entscheidung kurz vor Schluss
Karlsruhe warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch die Nürnberger Konter saßen. In der 85. Minute fiel die endgültige Entscheidung: Nach einem Foul im Strafraum behielten die Franken die Nerven und verwandelten den fälligen Strafstoß sicher zum 4:2-Endstand.

Als der Schiedsrichter die Partie abpfiff, gab es kein Halten mehr. Die Nürnberger Talente, die später teilweise den Sprung in die Profimannschaft schaffen sollten, feierten ausgelassen auf dem Würzburger Rasen. Ein Sieg des Willens und des unbändigen Zusammenhalts, der als einer der größten Erfolge der Nürnberger Jugendgeschichte in die Annalen eingehen wird.

Daten zum Spiel:
Datum: 14. Juli 1974
Ort: Dallenbergstadion, Würzburg
Ergebnis: 1. FC Nürnberg – Karlsruher SC 4:2
Trainer FCN: Dieter Rosner
Trainer KSC: Hendrik Nielsen
Besonderes Highlight: Reinhold Schell agierte als Taktgeber im Mittelfeld.
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Ungelesen 05.04.2026, 15:54
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04---1974/75
.....FC SINGEN 04 --- FSV Mainz 05.................................... 2 - 0
.....SÜDBADEN --- Südwest
.....DETLEV REINHARDT--Thomas Miotke



Singen krönt sich zum A-Jugend-Meister:

Reinhardt-Elf bezwingt Mainz
Karlsruhe, 1975 – Vor einer beeindruckenden Kulisse im Karlsruher Wildparkstadion sicherte sich der FC Singen 04 den Titel des Deutschen A-Jugend-Meisters. In einem intensiven Finale setzte sich die Mannschaft von Trainer Detlev Reinhardt verdient mit 2:0 gegen den FSV Mainz 05 durch.

Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie. Mainz, gecoacht von Thomas Miotke, versuchte mit frühem Pressing den Spielaufbau der Südbadener zu stören, doch die Singener Defensive stand stabil wie eine Mauer. Die Vorentscheidung fiel bereits in der ersten Halbzeit: Durch zwei blitzsauber vorgetragene Konter nutzte der FC Singen 04 die Lücken in der Mainzer Hintermannschaft eiskalt aus.

Während Mainz in der zweiten Hälfte alles nach vorne warf, bewies die Reinhardt-Elf taktische Reife. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und großem Kämpferherz verteidigten die Singener den Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

Tore: 1:0, 2:0 (beide FC Singen 04)
Zuschauer: (gut besetztes Wildparkstadion)

Fazit: Ein historischer Triumph für den Hohentwiel-Nachwuchs, der den FSV Mainz 05 trotz deren spielerischer Klasse dank einer disziplinierten Defensivleistung in Schach hielt.
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Ungelesen 06.04.2026, 12:49
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05---1975/76
.....EINTRACHT FRANKFURT --- FC Schalke 04...................... 1 - 0
.....HESSEN --- Westfalen
.....HELMUT KLAES--Juergen Ambrosius




Magischer Moment in Köln:

Eintracht-Junioren krönen sich zum Champion
KÖLN – 11. Juli 1976. Im Schatten des Kölner Doms, vor einer stattlichen Kulisse begeisterter Fans, hat sich die A-Jugend von Eintracht Frankfurt am heutigen Sonntag die Krone des deutschen Jugendfußballs aufgesetzt. In einem packenden Finale gegen den FC Schalke 04 behielten die Hessen mit 1:0 die Oberhand.

Taktikschlacht der Strategen
Schon vor dem Anpfiff war die Spannung greifbar. Auf der einen Seite der Frankfurter Erfolgscoach Helmut Klaes, der seine Truppe aus dem rheinischen Linnich heraus perfekt auf den Punkt vorbereitet hatte. Ihm gegenüber stand Juergen Ambrosius, der Lüdenscheider Taktikfuchs der Schalker, der seine Mannschaft nach der knappen Finalniederlage im Vorjahr nun endlich zum Titel führen wollte.

Das Spiel: Kampf um jeden Grashalm

Die Partie startete zerfahren. Schalke agierte gewohnt ballsicher und versuchte, das Spiel aus einer stabilen Defensive heraus zu kontrollieren. Doch die Frankfurter Verteidigung stand wie ein Bollwerk. Helmut Klaes hatte seinen Jungs eine aggressive Marschroute verordnet, die den Knappen kaum Raum zur Entfaltung ließ.

Die Entscheidung fiel in der 62. Spielminute: Nach einer präzisen Flanke über den rechten Flügel stieg ein Frankfurter Angreifer im Strafraum am höchsten. Sein Kopfball schlug unhaltbar im langen Eck ein – 1:0 für die Eintracht! Das Stadion kochte, während die mitgereisten Schalker Anhänger fassungslos zusahen.

Schalker Schlussoffensive bleibt unbelohnt
In der Schlussviertelstunde warf Schalke alles nach vorne. Juergen Ambrosius peitschte seine Schützlinge unaufhörlich an, doch das Glück war den Gelsenkirchenern nicht hold. Ein Pfostenschuss kurz vor dem Abpfiff war die letzte große Chance zum Ausgleich. Am Ende rettete die Eintracht den knappen Vorsprung über die Zeit.

Stimmen zum Spiel
Helmut Klaes (Eintracht Frankfurt): "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir wussten, dass Schalke spielstark ist, aber unser Kampfgeist hat heute den Ausschlag gegeben. Dieser Titel gehört ganz Frankfurt!"

Juergen Ambrosius (Schalke 04): "Es ist hart. Zum zweiten Mal in Folge stehen wir im Finale und stehen am Ende mit leeren Händen da. Wir haben alles versucht, aber Frankfurt war heute das Quäntchen abgeklärter."

Für Schalke bleibt das bittere Gefühl des "Vize-Titels", während Frankfurt eine lange Partynacht bevorsteht. Die Eintracht-Talente haben heute bewiesen, dass mit ihnen in Zukunft auch bei den Profis zu rechnen ist.
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06---1976/77
.....ITZEHOER SV --- Roechling Voelklingen...........................3--2
.....SCHLESWIG-HOLSTEIN --- Saarland
.....WOLFGANG RIXEN--Florian Fenger



Drama in der Roten Erde:

Itzehoer Nachwuchs krönt sich zum Champion!
Dortmund. Was für eine Kulisse, was für ein Krimi! Im Schatten des Westfalenstadions, in der ehrwürdigen Kampfbahn Rote Erde, sicherte sich der Itzehoer SV in einem packenden Finale gegen den SV Röchling Völklingen die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft. Am Ende hieß es 3:2 für die Norddeutschen, die in einem Spiel der vergebenen Chancen und der großen Leidenschaft den längeren Atem bewiesen.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf technisch hohem Niveau. Völklingen, taktisch brillant von Florian Fenger eingestellt, suchte die spielerische Lösung, während die Holsteiner unter Wolfgang Rixen mit nordischer Gelassenheit und blitzschnellem Umschaltspiel konterten.

Nachdem Itzehoe früh mit 2:0 in Führung gegangen war, schien die Messe gelesen – doch die Saarländer kamen durch einen Doppelschlag kurz nach der Pause zurück. Erst in der 84. Minute erlöste der ISV-Mittelstürmer mit einem wuchtigen Kopfball die mitgereisten Fans.

Die Stimmen nach dem Abpfiff
Wolfgang Rixen (Trainer Itzehoer SV):
„Ich bin völlig fertig mit den Nerven. Als Völklingen das 2:2 machte, dachte ich, das Spiel kippt komplett. Aber meine Jungs haben diesen unbedingten Willen. Wir haben in Itzehoe oft unter schwierigen Bedingungen trainiert, heute haben wir die Ernte eingefahren. Dieser Titel gehört der ganzen Stadt. Wir werden die Rückfahrt im Bus wohl kaum schlafend verbringen!“

Florian Fenger (Trainer Röchling Völklingen):
„Glückwunsch an Wolfgang und sein Team. Es tut weh, so kurz vor Schluss zu verlieren, besonders weil wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren. Wir haben Itzehoe am Haken gehabt, aber wer seine Chancen nicht nutzt, wird auf diesem Niveau bestraft. Ich bin trotzdem stolz auf meine Truppe – wir haben Völklingen heute würdig vertreten.“

Der Itzehoer SV feiert damit den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte im Jugendbereich, während Völklingen trotz der Niederlage bewies, dass die saarländische Talentschmiede zur absoluten Elite Deutschlands gehört.
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07---1977/78
.....FC AUGSBURG --- Hertha 03 Zehlendorf...........................2--1n.V.
.....BAYERN --- Berlin
.....WOLFGANG RIXEN--Carsten Duddeck


Das Finale um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft am 16. Juli 1978 im Kasseler Auestadion markierte einen historischen Meilenstein für den Nachwuchs des FC Augsburg. Unter der Leitung von Trainer-Legende Wolfgang Rixen, der damit seine zweite Meisterschaft feierte, setzte sich der FCA in einem dramatischen Spiel mit 2:1 nach Verlängerung gegen Hertha 03 Zehlendorf durch.

Torschützen und Spielverlauf
Die Tore fielen in einer hitzigen Partie, in der die Berliner zunächst in Führung gingen, bevor Augsburg das Spiel in der Verlängerung drehte:

Minute Torjäger Verein Spielstand
62. Pierre Littbarski Hertha 03 Zehlendorf 0:1
78. Robert Birner FC Augsburg 1:1
102. Bernd Schuster FC Augsburg 2:1

Das Wunder von Kassel
Kassel, 16. Juli 1978 – Die Sonne brennt unerbittlich auf den Rasen des Auestadions, als Schiedsrichter Jan Redelfs die 22 Akteure zum Anpfiff bittet. 12.000 Zuschauer, darunter eine lautstarke Kolonie aus der Fuggerstadt, bereiten die Bühne für ein Finale, das in die Geschichte eingehen soll.

Von Beginn an entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Auf der einen Seite die technisch versierten Berliner um das Riesentalent Pierre Littbarski, auf der anderen die bayerische Kampfkraft der Augsburger, angeführt vom blonden Regisseur Bernd Schuster. Trainer Wolfgang Rixen tigert nervös an der Seitenlinie; er weiß, dass heute Kleinigkeiten entscheiden.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit bricht der Bann in der 62. Minute: Pierre Littbarski vernascht zwei Augsburger Verteidiger mit einer seiner berüchtigten Körpertäuschungen und versenkt das Leder eiskalt zur Berliner Führung. Stille im Augsburger Block – doch Rixen peitscht seine Jungs nach vorne.

Augsburg wirft alles in die Waagschale. In der 78. Minute dann der erlösende Moment: Nach einer scharfen Hereingabe von außen steht Robert Birner goldrichtig und drückt den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Das Stadion kocht. Die reguläre Spielzeit endet unentschieden – es geht in die Verlängerung.

Die Erschöpfung ist den Spielern anzusehen, doch ein Mann hat noch Reserven. In der 102. Minute schnappt sich Bernd Schuster im Mittelfeld den Ball, lässt einen Gegenspieler stehen und zieht aus gut 20 Metern trocken ab. Der Ball schlägt unhaltbar im Netz ein – 2:1! In der Schlussphase stemmen sich die Schwaben mit aller Macht gegen die Berliner Angriffe.

Als der Schlusspfiff ertönt, gibt es kein Halten mehr. Die Augsburger Spieler stürmen auf Wolfgang Rixen zu, der zum zweiten Mal den Thron des Jugendfußballs bestiegen hat. Ein goldener Jahrgang feiert seinen Triumph in Kassel.
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08---1978/79
.....SVW 07 MANNHEIM --- Kickers Stuttgart...........................3--2
.....NORDBADEN --- Wuertemberg
.....PATRICK THUROW--Carsten Duddeck



Das Wunder von Karlsruhe: Mannheims „Buwe“ krönen sich zu Deutschlands Königen

Karlsruhe, Wildparkstadion – Was für ein Hexenkessel!
Über 10.000 Zuschauer verwandelten das Karlsruher Rund in ein Tollhaus, als der Schiedsrichter die Partie zwischen dem SV Waldhof Mannheim 07 und den Stuttgarter Kickers abpfiff. Mit einem dramatischen 3:2-Sieg sicherte sich die Elf von Trainer Patrick Thurow die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft 1979.
Die Atmosphäre: Blau-Schwarz regiert den Wildpark

Schon Stunden vor Anpfiff schallte es „Waldhof, Waldhof!“ durch die Karlsruher Alleen. Die Fans aus der Kurpfalz waren in Scharen angereist – mit Sonderzügen, VW-Käfern und wehenden Fahnen. Die Stimmung war elektrisierend, eine Mischung aus purer Anspannung und der unerschütterlichen Überzeugung, dass dieser Jahrgang Geschichte schreiben würde.

Auf der Gegenseite die treuen Anhänger der Kickers, die lautstark versuchten, gegen die Mannheimer Übermacht anzusingen. Es roch nach Stadionwurst, frischem Rasen und dem großen Traum vom Titel.

Das Spiel: Ein Krimi in drei Akten
Trainer Patrick Thurow hatte seine „Buwe“ perfekt eingestellt, doch die Kickers unter Carsten Duddeck erwiesen sich als der erwartet harte Brocken.
Die Anfangsphase: Mannheim legte los wie die Feuerwehr. Mit aggressivem Forechecking und schnellen Kombinationen setzten sie Stuttgart unter Druck. Folgerichtig fiel das 1:0 durch eine Energieleistung im Strafraum. Der Wildpark bebte!

Die Stuttgarter Antwort: Die Kickers ließen sich nicht beirren. Duddecks Taktik, über die schnellen Außenbahnen zu kommen, ging auf. Innerhalb von fünfzehn Minuten drehten die Schwaben die Partie – 1:2. Plötzlich war es totenstill im Mannheimer Block, während die Stuttgarter Fahnen im Wind peitschten.

Die Wende:
In der Kabine muss Thurow die richtigen Worte gefunden haben. Mit dem Mut der Verzweiflung und der lautstarken Unterstützung ihrer Fans im Rücken warfen die Waldhöfer alles nach vorne. Der Ausgleich zum 2:2 war ein Befreiungsschlag. Und dann, kurz vor Schluss, der Moment für die Ewigkeit: Ein perfekt vorgetragener Konter, ein trockener Schuss ins Eck – 3:2!

Stimmen der Fans: „Des sinn unsre Buwe!“

Nach dem Abpfiff brachen alle Dämme. Fans stürmten den Platz, Spieler lagen sich weinend in den Armen.
„Ich hab die ganze Zeit gezittert, aber als das 3:2 fiel, gab’s kein Halten mehr,“ schrie ein heiserer Waldhof-Fan in sein blau-schwarzes Megafon. „Das ist der Lohn für die harte Arbeit. Thurow ist ein Fuchs, er hat gewusst, wie wir die Kickers knacken!“

Ein anderer Fan, sichtlich gezeichnet von 90 Minuten Hochspannung, fügte hinzu: „Gegen die Kickers zu gewinnen, schmeckt doppelt süß. Heute Abend gehört Mannheim uns!“

Fazit:
Der SV Waldhof Mannheim 07 beweist 1979, dass Herz und Leidenschaft Berge versetzen können. Ein Finale, das in die Geschichte des Jugendfußballs eingeht und zeigt: Die Zukunft des deutschen Fußballs trägt heute Blau-Schwarz.
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09---1979/80
.....SVW 07 MANNHEIM --- Eintracht Segeberg.......................2--1n.V.
.....NORDBADEN --- Schleswig-Holstein
.....WILFRIED SCHLAEGER--Patrick Thurow


Krimi in Münster: Waldhof-Buben krönen sich erneut zu Deutschlands Königen!

MÜNSTER. Es war ein heißer Nachmittag im Preußenstadion, als der Schiedsrichter nach 120 nervenaufreibenden Minuten endlich abpfiff. Die U19 des SV Waldhof Mannheim 07 ist am Ziel ihrer Träume: Mit einem hart umkämpften 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen die Überraschungsmannschaft von Eintracht Segeberg verteidigten die Kurpfälzer ihren Titel als Deutscher A-Jugend-Meister.

Taktikschlacht unter der Mittagssonne
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Waldhof-Trainer Wilfried Schlaeger setzte auf die gewohnt spielstarke Achse, doch die Norddeutschen unter Patrick Thurow erwiesen sich als der erwartet unangenehme Gegner. Segeberg agierte taktisch diszipliniert und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche über die Flügel.

Nach einer torlosen, aber intensiven ersten Halbzeit ging Mannheim kurz nach dem Seitenwechsel in Führung. Ein herrlicher Spielzug über das Zentrum fand den Weg ins Netz – der Jubel bei den mitgereisten „Waldhof-Schlachtenbummlern“ kannte keine Grenzen. Doch die Freude währte nicht ewig: Die Eintracht aus Segeberg gab sich nicht geschlagen und erzielte zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit den verdienten Ausgleich.

Die Entscheidung in der Verlängerung
In der Verlängerung schwanden auf beiden Seiten die Kräfte. Während Segeberg sich in die Elfmeterlotterie retten wollte, peitschte Schlaeger seine Jungs noch einmal nach vorne. In der 108. Minute dann die Entscheidung: Ein abgeblockter Schuss landete genau vor den Füßen des Mannheimer Torjägers, der eiskalt zum 2:1 einschob.

In der Schlussphase warfen die Segeberger alles nach vorne, doch die Waldhof-Abwehr stand wie ein Bollwerk. Als der Abpfiff ertönte, sanken die Spieler beider Teams erschöpft zu Boden – die einen vor Enttäuschung, die anderen vor purem Glück.

Stimmen zum Spiel
„Wir wussten, dass Segeberg uns alles abverlangen würde. Dass wir den Titel hier in Münster verteidigen konnten, macht mich unglaublich stolz auf die Truppe,“ so ein sichtlich bewegter Wilfried Schlaeger nach der Siegerehrung.

Mit dieser Titelverteidigung zementiert der SV Waldhof 07 seinen Ruf als eine der besten Talentschmieden Deutschlands. Die Heimreise nach Mannheim dürfte heute Nacht zur einzigen großen Siegesfeier werden.
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10---1980/81
.....VFB STUTTGART --- Eintracht Frankfurt.......................2--2n.V......5-4n.E.
.....WUERTEMBERG --- Hessen
.....ADRIAN THUROW--Bernd Korbach



Flutlicht-Drama in Worms: Stuttgart krönt sich im Elfmeter-Krimi

Worms, Juni 1981. Es war eine jener lauen Sommernächte, in denen Fußballgeschichte geschrieben wird. Im Wormatia-Stadion herrschte Knistern unter den Flutlichtmasten, als die beiden besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands aufeinandertrafen. Für Eintracht Frankfurt war es das zweite große Finale nach dem Triumph von 1975 – die Hessen wollten unter Trainer Bernd Korbach erneut den Thron besteigen. Doch der VfB Stuttgart und sein Coach Adrian Thurow hatten andere Pläne.

Das Spiel: Ein Schlagabtausch auf Augenhöhe
Von Beginn an entwickelte sich ein hochklassiges Abendspiel. Die Frankfurter, technisch versiert und offensiv ausgerichtet, gingen zweimal in Führung. Doch die „Jungen Wilden“ aus Stuttgart bewiesen jene schwäbische Hartnäckigkeit, die sie durch das gesamte Turnier getragen hatte. Mit Leidenschaft und taktischer Disziplin glichen sie jeweils aus. Nach 90 Minuten stand ein leistungsgerechtes 2:2 auf der Anzeigetafel. Auch die kräftezehrende Verlängerung brachte keine Entscheidung – die Entscheidung musste vom Punkt fallen.

Das Elfmeterschießen: Nervenschlacht am Punkt
Die Stille im Stadion war greifbar, als die Schützen zum Elfmeterpunkt schritten. Es entwickelte sich eine Statistik der Nervenstärke:
VfB Stuttgart: Die Schützen des VfB zeigten kaum Schwächen. Souverän verwandelten sie ihre Versuche, wobei Torhüter und Kapitäne ihre Farben im Spiel hielten.
Eintracht Frankfurt: Auch die Hessen blieben lange eiskalt. Doch am Ende war es das Quäntchen Glück und ein glänzend reagierender Stuttgarter Schlussmann, die den Unterschied machten.

Die Entscheidung: Nachdem beide Teams ihre ersten vier Schützen erfolgreich durchgebracht hatten, hielt die Spannung ihren Höhepunkt. Stuttgart legte vor, Frankfurt musste nachziehen. Ein letzter Schuss, der am Pfosten landete oder pariert wurde (die Legenden in Worms sind sich hier uneinig), besiegelte das Schicksal.
Endstand: 5:4 n.E. (2:2 n.V.) für den VfB Stuttgart.

Fazit
Während Adrian Thurow von seinen Spielern in den Wormser Nachthimmel gehoben wurde, blieb Bernd Korbach und seinen Frankfurtern nur die Rolle des stolzen, aber geschlagenen Vize-Meisters. Ein Finale, das als eines der spannendsten in die Geschichte der A-Jugend-DM einging.
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Juergen Ambrosius
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Ungelesen 06.04.2026, 13:51
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11---1981/82
.....VFB STUTTGART --- SpVgg Glas Chemie Wirges.......................3--2n.V.
.....WUERTEMBERG --- Rheinland
.....WOLFGANG RIXEN--Thomas Miotke


Es ist der 22. Mai 1982. Die Mittagssonne brennt über dem Estadio Santiago Bernabéu, während sich die Ränge bereits für das anstehende Weltpokal-Finale füllen. Doch bevor die Profis den Rasen betreten, schreiben zwei deutsche Jugendteams Geschichte.

Das „Wunder von Madrid“: Stuttgart rettet den Thron
Was als ungleiches Duell zwischen dem großen Titelverteidiger VfB Stuttgart und dem Dorfklub SpVgg Glas Chemie Wirges begann, entwickelte sich vor einer unfassbaren Kulisse von 95.000 Zuschauern zu einem der dramatischsten Endspiele der A-Jugend-Historie.

Die erste Halbzeit: Wirges schockt den Favoriten
Stuttgart, unter Coach Wolfgang Rixen taktisch diszipliniert, übernahm sofort das Kommando. Doch die Mannschaft von Thomas Miotke aus dem Westerwald versteckte sich nicht. Mit einer Leidenschaft, die das Madrider Publikum zu „Olé“-Rufen hinriss, konterte Wirges eiskalt. Zur Pause rieben sich die Experten die Augen: Der krasse Außenseiter führte durch mutiges Umschaltspiel mit 1:0.

Die zweite Halbzeit: Ein offener Schlagabtausch
Rixen stellte um, brachte mehr Druck über die Flügel. Stuttgart glich aus, doch Wirges antwortete prompt. Die Stimmung im Bernabéu war elektrisierend; die Spanier, eigentlich für Real gekommen, feuerten nun die „Glasmacher“ an, die bis an ihre Schmerzgrenze gingen. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit rettete der VfB-Keeper mit einer Glanzparade das 2:2-Unentschieden.

Die Verlängerung: Kondition gegen Willenskraft
In der 112. Minute schlug die Stunde der Titelverteidiger. Während bei Wirges die Kräfte schwanden, nutzte der VfB eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft aus. Ein wuchtiger Kopfball nach einer Ecke markierte das 3:2. Wirges warf in den letzten Minuten alles nach vorne, traf sogar noch den Pfosten, doch der VfB Stuttgart brachte den Sieg über die Zeit.

Fazit:
Stuttgart verteidigt den Titel, doch die Herzen der 95.000 gehörten an diesem Tag auch der SpVgg Glas Chemie Wirges. Ein Finale, das als „Vorspiel“ geplant war und als episches Drama endete.
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Ungelesen 06.04.2026, 14:05
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12---1982/83
.....FC SCHALKE 04 --- VfB Lübeck............................................ ..2--1
.....WESTFALEN --- Schleswig-Holstein
.....JUERGEN AMBROSIUS--Patrick Thurow



Ein historisches Duell unter dem hannoverschen Himmel: Am 17. Juli 1983 standen sich im ehrwürdigen Niedersachsenstadion zwei Welten gegenüber. Auf der einen Seite die Knappen-Schmiede des FC Schalke 04, angeführt von Trainer-Fuchs Jürgen Ambrosius, auf der anderen der krasse Außenseiter aus dem Norden, der VfB Lübeck unter Patrick Thurow.

Hier ist ein Spielbericht, der den Geist dieses Nachmittags einfängt, an dem Schalke zum zweiten Mal nach 1972 die deutsche A-Jugend-Meisterschaft feierte.

Schalkes goldene Generation krönt sich zum Champion

Hannover, 17. Juli 1983 – Die Hitze flimmert über dem Rasen des Niedersachsenstadions, als der Schiedsrichter die Mannschaften zur Mitte bittet. Es ist mehr als nur ein Endspiel; es ist das Aufeinandertreffen der hochgelobten Talentschmiede aus dem Revier und der mutigen „Männer von der Lohmühle“, die auf ihrer Reise ins Finale bereits sämtliche Experten lügen straften.

Die Ausgangslage: Routine gegen Rebellion
Jürgen Ambrosius, der Architekt des Schalker Erfolgs, hatte seine Elf akribisch eingestellt. Nach dem Triumph von 1972 lechzte der königsblaue Anhang nach einem neuen Erfolg der Jugend. „Wir spielen heute nicht nur für uns, wir spielen für die Tradition dieses Vereins“, gab Ambrosius seinen Jungs in der Kabine mit auf den Weg.

Ganz anders die Stimmung bei Patrick Thurow und seinem VfB Lübeck. Die Norddeutschen waren mit einer „Nichts-zu-verlieren“-Mentalität angereist. „Genießt es, aber ärgert sie, solange ihr könnt“, lautete das knappe Credo des Lübecker Trainers.

Erste Halbzeit: Lübecks Leidenschaft schockt die Knappen
Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, die von der Intensität lebte. Schalke versuchte, mit gepflegtem Kurzpassspiel die Kontrolle zu übernehmen, doch die Lübecker Defensive stand wie ein nordisches Bollwerk. Immer wieder war es der VfB, der durch Nadelstiche gefährlich wurde.
In der 28. Minute passierte das Unfassbare: Nach einem Ballverlust im Schalker Mittelfeld schaltete Lübeck blitzschnell um. Eine präzise Flanke fand den Kopf des Lübecker Stürmers, der das Leder unhaltbar zur 1:0-Führung für den Außenseiter versenkte. Das Stadion bebte – die Sensation lag in der Luft. Schalke wirkte konsterniert, Ambrosius tigerte nervös an der Seitenlinie auf und ab. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen.

Zweite Halbzeit: Der königsblaue Sturmwind
Was auch immer Jürgen Ambrosius in der Pause gesagt haben mag – es wirkte wie eine Adrenalinspritze. Schalke kam wie verwandelt aus der Kabine. Das Tempo wurde verschärft, die Zweikämpfe verbissener geführt.
In der 55. Minute dann der erlösende Ausgleich. Nach einer traumhaften Kombination über den rechten Flügel landete der Ball im Rückraum, wo der Schalker Spielmacher nicht lange fackelte und das Leder flach im linken Eck versenkte. 1:1! Der Bann war gebrochen.

Lübeck wehrte sich nach Kräften, warf sich in jeden Schuss, doch die Kräfte schwanden zusehends. Patrick Thurow trieb seine Männer zwar immer wieder nach vorne, doch die Schalker Dominanz erdrückte die Angriffsbemühungen des VfB im Keim.

Das dramatische Finale
Die Uhr tickte. Alles deutete bereits auf eine Verlängerung hin. Doch der Fußballgott trug an diesem Tag Königsblau. In der 84. Minute gab es Freistoß für Schalke, gut 22 Meter vor dem Tor. Eine Sache für den Kapitän. Mit einer Mischung aus Präzision und purer Gewalt zirkelte er den Ball über die Mauer. Der Lübecker Keeper streckte sich vergeblich – der Ball schlug genau im Winkel ein. 2:1 für Schalke!

Die letzten Minuten waren eine Abwehrschlacht der Emotionen. Lübeck warf alles nach vorne, sogar der Torwart tauchte im Schalker Strafraum auf. Doch die Schalker Defensive behielt kühlen Kopf.

Der Abpfiff: Tränen und Triumph
Als der Schlusspfiff ertönte, brachen alle Dämme. Die Schalker Spieler sanken zu Boden, während Jürgen Ambrosius mit erhobenen Fäusten auf den Platz stürmte. 11 Jahre nach dem ersten Titel 1972 war Schalke 04 wieder die Nummer eins im deutschen Jugendfußball.

Patrick Thurow bewies Größe und gratulierte seinem Gegenüber noch auf dem Feld. „Ihr wart heute das Quäntchen besser, aber meine Jungs haben Geschichte geschrieben“, sagte er später auf der Pressekonferenz.

Fazit: Ein Tag für die Geschichtsbücher
Der FC Schalke 04 sicherte sich in Hannover verdient die Meisterschaft. Es war ein Sieg des Willens und der individuellen Klasse, die Ambrosius aus seinen Schützlingen herausgekitzelt hatte. Für den VfB Lübeck blieb der Stolz, dem Favoriten einen heroischen Kampf geliefert zu haben. Hannover sah an diesem Tag den Aufstieg neuer Sterne am Fußballhimmel – und Schalke feierte eine Nacht lang in Weiß und Blau.
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Ein Hauch von Fußball-Romantik wehte an diesem Junitag 1984 durch das Kölner Franz-Kremer-Stadion.

Über 5.000 Zuschauer drängten sich bei strahlendem Sonnenschein auf den Rängen, um das Endspiel um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft zu sehen. Die Stimmung war elektrisierend: Auf der einen Seite die lautstarken Kölner, die ihr „Effzeh“-Lied schmetterten, auf der anderen die tapferen Nordlichter aus Flensburg, die mit Bussen und einer riesigen Portion Euphorie angereist waren.

Der Spielbericht:
Von Beginn an merkte man, dass Achim Sorg seine Kölner Jungs perfekt eingestellt hatte. Der FC übernahm das Kommando, doch der TSB Flensburg, die Überraschungsmannschaft der Saison, hielt mit norddeutscher Gelassenheit und einer kompakten Defensive unter Wolfgang Rixen dagegen.

Die Stimmung kochte das erste Mal über, als Köln nach einer feinen Kombination über die Flügel mit 1:0 in Führung ging – das Stadion wurde zum Hexenkessel.

Flensburg gab sich jedoch nicht geschlagen. Angestachelt von den mitgereisten Fans, die jeden gewonnenen Zweikampf wie einen Sieg feierten, gelang den Fördestädtern tatsächlich der Ausgleich. „TSB! TSB!“-Rufe hallten durch Köln-Müngersdorf, und für einen Moment wackelte der Favorit.

Doch die Qualität der Kölner Kaderschmiede setzte sich schließlich durch. Noch vor der Pause erhöhte der FC auf 2:1, ein Treffer, der wie ein Wirkungstreffer saß. In der zweiten Halbzeit ließen die Geißböcke den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen. Als das erlösende 3:1 fiel, brachen alle Dämme.

Während Achim Sorg an der Seitenlinie erleichtert die Fäuste ballte, spendeten die Zuschauer auch dem TSB Flensburg bei der Schlusssirene stehende Ovationen für eine leidenschaftliche Leistung.

Am Ende hieß der Deutsche Meister 1. FC Köln, doch dieser Nachmittag war ein Fest für den Jugendfußball insgesamt – geprägt von Fairplay, hochemotionalen Fans und dem Duell zweier Trainer, die ihre Teams taktisch auf höchstem Niveau vorbereitet hatten.
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