|
|
|
|||||||
| Registrieren | Chat | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|
Themen-Optionen | Ansicht |
|
#39
|
||||||
|
||||||
|
1 . Spieltag 1960/61
SC Dynamo Ost-Berlin – 1. FC Saarbrücken | 1:1 (0:1) Trainer: D. Po (Dynamo) / A. Thur (Saarbrücken) In einem geschichtsträchtigen Duell zwischen Ost und West teilten sich der SC Dynamo und die Saarländer leistungsgerecht die Punkte. Vor einer Kulisse, die die politische Brisanz der Zeit widerspiegelte, übernahm der 1. FC Saarbrücken zunächst das Kommando. Heinz Vollmar brachte die Gäste nach einer feinen Einzelleistung in der 28. Minute in Führung. Dynamo, angeführt von Spielgestalter Herbert Maschke, kam jedoch mit viel Schwung aus der Halbzeitpause. In der 62. Minute war es schließlich Waldemar Mühlbächer, der nach einer Ecke den viel umjubelten Ausgleich für die Berliner erzielte. Tore: 0:1 Vollmar (28.), 1:1 Mühlbächer (62.) VfL Osnabrück – Borussia Dortmund | 2:2 (1:2) Trainer: Kuehn (Osnabrück) / Miotke (Dortmund) An der Bremer Brücke entwickelte sich ein echter Schlagabtausch. Borussia Dortmund zeigte früh seine Offensivklasse: Der Torschützenkönig der Saison, Jürgen Schütz, schlug bereits in der 12. Minute eiskalt zu. Osnabrück antwortete prompt durch Karl-Heinz Wöbker (24.), doch noch vor der Pause stellte Timo Konietzka die Dortmunder Führung wieder her. In der zweiten Halbzeit warf der VfL alles nach vorne. Die Belohnung folgte spät: In der 83. Minute nutzte Udo Lattek eine Unachtsamkeit in der BVB-Abwehr zum 2:2-Endstand. Tore: 0:1 Schütz (12.), 1:1 Wöbker (24.), 1:2 Konietzka (39.), 2:2 Lattek (83.) FC Schalke 04 – Karlsruher SC | 2:2 (1:1) Trainer: Ambr (Schalke) / Rixe (Karlsruhe) In der Glückauf-Kampfbahn sahen die Zuschauer eine packende Begegnung, in der die Knappen zunächst das Heft in der Hand hielten. Der junge Willi Koslowski brachte Schalke in der 15. Minute nach einer präzisen Flanke in Führung. Doch der KSC schlug noch vor der Pause zurück: Reinhold Nedoschil profitierte von einem Abstimmungsfehler in der Schalker Hintermannschaft. Nach dem Seitenwechsel drehten die Badener das Spiel sogar komplett durch einen Treffer von Günther Herrmann (66.). Schalke mobilisierte in der Schlussphase alle Kräfte und kam durch eine Energieleistung von Manfred Kreuz in der 84. Minute noch zum verdienten Ausgleich. Tore: 1:0 Koslowski (15.), 1:1 Nedoschil (38.), 1:2 Herrmann (66.), 2:2 Kreuz (84.) 1. FC Nürnberg – Hertha BSC Berlin | 2:1 (1:0) Trainer: Rosn (Nürnberg) / Feng (Hertha) Der „Club“ wurde seiner Favoritenrolle im heimischen Stadion gerecht. Von Beginn an drückte Nürnberg die Berliner tief in die eigene Hälfte. Heinz Strehl erzielte nach schöner Vorarbeit von „Max“ Morlock das 1:0 (22.). Hertha BSC hielt jedoch mutig dagegen und kam durch einen Konter, abgeschlossen von Helmut Faeder, überraschend zum Ausgleich (58.). Die Nürnberger Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nur sechs Minuten später war es erneut Heinz Strehl, der per Kopf den 2:1-Siegtreffer markierte und den ersten Dreier der Saison sicherte. Tore: 1:0 Strehl (22.), 1:1 Faeder (58.), 2:1 Strehl (64.) SV Werder Bremen – ASK Vorwärts Ost-Berlin | 1:3 (0:1) Trainer: Korn (Bremen) / Kersch (Vorwärts) Eine handfeste Überraschung im Weserstadion! Der amtierende DDR-Meister ASK Vorwärts Ost-Berlin demonstrierte seine physische Stärke und taktische Disziplin. Schon früh markierte der torgefährliche Jürgen Nöldner (14.) die Führung für die Gäste. Bremen, mit Stars wie Willi Schröder in den Reihen, bemühte sich zwar um Spielkontrolle, biss sich aber an der Verteidigung um Gerhard Marotzke die Zähne aus. In der zweiten Halbzeit erhöhte Lothar Meyer nach einem blitzsauberen Konter auf 0:2. Zwar keimte nach dem Anschlusstreffer durch den Bremer Arnold Schütz (76.) noch einmal Hoffnung auf, doch Günter Hoge machte kurz vor Schluss mit dem 1:3 alles klar. Tore: 0:1 Nöldner (14.), 0:2 Meyer (55.), 1:2 Schütz (76.), 1:3 Hoge (88.) Rot-Weiß Oberhausen – 1. FC Köln | ausgefallen Trainer: Dudd (Oberhausen) / Sorg (Köln) Die Partie im Stadion Niederrhein musste aufgrund heftiger Regenfälle und Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Das Spiel wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die Kölner um ihren Regisseur Hans Schäfer mussten unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Borussia Neunkirchen – Kickers Offenbach | 2:1 (1:0) Trainer: Pauls (Neunkirchen) / Ru-Loe (Offenbach) Im Ellenfeldstadion zeigten die Saarländer von Beginn an, dass sie in dieser Liga eine ernstzunehmende Kraft sind. Rudi Dörrenbächer brachte die Borussia in der 34. Minute durch einen platzierten Flachschuss in Führung. Die Kickers aus Offenbach, angeführt vom erfahrenen Hermann Nuber, drängten nach dem Wechsel auf den Ausgleich und wurden durch Siegfried Gast (62.) belohnt. Doch Neunkirchen hatte das letzte Wort: Der agile Günter Kuntz erzielte in der 78. Minute den Siegtreffer für die Hausherren. Tore: 1:0 Dörrenbächer (34.), 1:1 Gast (62.), 2:1 Kuntz (78.) Hamburger SV – Eintracht Frankfurt | 1:2 (1:1) Trainer: P. Thur (HSV) / Korb (Frankfurt) Das Spitzenspiel des Tages hielt, was es versprach. Der Hamburger SV startete furios und ging durch das Idol Uwe Seeler bereits in der 10. Minute in Führung. Frankfurt ließ sich jedoch nicht beirren und glich noch vor der Pause durch den schnellen Richard Kress aus (41.). In einer hart umkämpften zweiten Halbzeit war es schließlich Erwin Stein, der nach einer Ecke am höchsten stieg und den 1:2-Endstand für die Hessen markierte (73.). Tore: 1:0 Seeler (10.), 1:1 Kress (41.), 1:2 Stein (73.) Tabellenanalyse nach dem 1. Spieltag Der erste Spieltag der geamtdeutschen Bundesliga 1960/61 ist beendet (mit Ausnahme des Nachholspiels Oberhausen gegen Köln). Der ASK Vorwärts Ost-Berlin grüßt dank der besten Tordifferenz von der Spitze. Dahinter folgen punktgleich die anderen Sieger des Wochenendes. Die Liga präsentiert sich extrem ausgeglichen: Vier der sieben gewerteten Spiele endeten mit nur einem Tor Differenz oder Unentschieden.
__________________
Juergen Ambrosius
|
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|