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#7
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07--1990 = SÜDKOREA vs DDR---------------------20 : 15
...............(CARSTEN DUDDECK--Wilfried Schlaeger) Seoul-Sensation in der Wendezeit: Südkorea entzaubert die DDR Seoul / Berlin. In einem Finale, das die Handballwelt so nicht auf der Rechnung hatte, krönte sich Südkorea unter dem deutschen Taktik-Fuchs Carsten Duddeck zum Weltmeister. In einer hitzigen Atmosphäre besiegten die Ostasiaten die DDR-Auswahl von Wilfried Schlaeger mit 20:15 (11:8). Der Spielverlauf: Schnelligkeit schlägt Wucht Von Beginn an entwickelte sich ein Clash der Kulturen. Die DDR, physisch überlegen und mit der Routine aus Schlaegers Schule, versuchte das Spiel über den Kreis und die wurfgewaltigen Rückraumschützen zu kontrollieren. Doch Duddecks „Koreanische Mauer“ – eine extrem offensive und aggressive 3-3-Abwehr – zog den Ostdeutschen früh den Zahn. Immer wieder provozierten die flinken Koreaner Ballverluste. Duddeck hatte sein Team perfekt auf die Spielzüge der Schlaeger-Sieben eingestellt. Zur Halbzeit führte der Außenseiter überraschend mit 11:8, auch weil der koreanische Torhüter zur menschlichen Wand mutierte. Schlaegers Brechstange bleibt wirkungslos In der zweiten Hälfte versuchte Wilfried Schlaeger mit einer Manndeckung gegen Koreas Spielmacher gegenzusteuern, doch die konditionelle Überlegenheit der Duddeck-Truppe gab den Ausschlag. Während der DDR in der Schlussphase die Präzision im Abschluss fehlte, spielten sich die Koreaner in einen Rausch. Beim Stand von 18:14 fünf Minuten vor dem Ende war die Vorentscheidung gefallen. Carsten Duddeck bewies mit riskanten Einwechslungen Mut, während die DDR-Spieler sichtlich mit der unorthodoxen Spielweise haderten. Am Ende leuchtete ein deutliches 20:15 von der Anzeigetafel. Stimmen zum Spiel Carsten Duddeck (Trainer Südkorea): „Wir wussten, dass wir die DDR nur über das Tempo und maximale Nervosität schlagen können. Die Jungs haben die taktischen Vorgaben zu 100 Prozent umgesetzt. Ein historischer Tag für Korea.“ Wilfried Schlaeger (Trainer DDR): „Wir haben heute gegen eine Mannschaft verloren, die uns läuferisch und gedanklich immer einen Schritt voraus war. Carsten hat uns taktisch heute leider den Schneid abgekauft. Das müssen wir erst einmal verdauen.“
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Juergen Ambrosius
Geändert von Juergen Ambrosius (Gestern um 10:14 Uhr) |
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