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Ungelesen 05.04.2026, 18:23
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Juergen Ambrosius Juergen Ambrosius ist offline
 
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Standard FUTSAL--DM--Finalberichte

1974/75 = FC BAYER 05 UERDINGEN --- RW Essen...................................5--3..(2--2)

.....(STEFAN PAULS--Bernd Korbach)



Hitzeschlacht unter dem Hallendach:

Uerdingen krönt sich zum Futsal-König
Dortmund, Westfalenhalle. Was für ein Spektakel! In einem packenden Endspiel um die Deutsche Futsal-Meisterschaft 1975 hat sich der FC Bayer 05 Uerdingen in einer dramatischen Partie mit 5:3 gegen Rot-Weiss Essen durchgesetzt. Vor ausverkauften Rängen peitschten die Fans ihre Teams durch ein Spiel, das an technischer Raffinesse und taktischer Disziplin kaum zu überbieten war.

Erste Halbzeit: Belagerungszustand und Konterschach
Von der ersten Sekunde an war die Handschrift der beiden Trainer deutlich zu erkennen. Während Stefan Pauls seine Uerdinger in einem extrem beweglichen System agieren ließ, setzte Bernd Korbach auf die gewohnt physische Präsenz und das schnelle Umschaltspiel der Essener.

RWE erwischte den besseren Start und ging früh durch eine Powerplay-Situation in Führung. Doch Uerdingen blieb ruhig. Mit präzisem Kurzpassspiel kombinierten sie sich immer wieder vor das gegnerische Gehäuse. Bis zur Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams jeweils zweimal einnetzten. Mit einem leistungsgerechten 2:2 ging es in die Kabinen.

Zweite Halbzeit: Der Geniestreich von Pauls
Nach dem Seitenwechsel schien Essen zunächst die Oberhand zu gewinnen. Die Korbach-Truppe drückte auf die erneute Führung, scheiterte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Uerdinger Schlussmann.

Die Entscheidung fiel in der Schlussphase: Stefan Pauls bewies ein goldenes Händchen bei seinen Wechseln. Uerdingen erhöhte das Tempo und nutzte die schwindenden Kräfte der Essener gnadenlos aus. Zwei blitzsaubere Kombinationen schraubten das Ergebnis auf 4:2 hoch. Zwar kam RW Essen durch einen fulminanten Fernschuss noch einmal auf 4:3 heran, doch ein Empty-Net-Treffer in der letzten Minute besiegelte den 5:3-Endstand.

Fazit: Taktik schlägt Wucht
Am Ende feierten die Uerdinger Spieler ihren Trainer Stefan Pauls auf den Schultern. Während Bernd Korbach sportlich gratulierte, war die Enttäuschung auf Essener Seite groß – man war nah dran, doch die spielerische Eleganz vom Niederrhein gab heute den Ausschlag. Der FC Bayer 05 Uerdingen ist verdienter Deutscher Futsal-Meister 1975!
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Juergen Ambrosius
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Ungelesen 05.04.2026, 18:57
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1975/76 = SV DARMSTADT 98 --- Kickers Stuttgart................................3--2..(2--1)n.V.
.....(ADRIAN THUROW--Adrian Thurow)


Budenzauber-Drama in der Frankfurter Festhalle: Lilien triumphieren im „Thurow-Derby“

FRANKFURT, 14. Februar 1976 – Was für ein Finale!
In einer hitzigen Atmosphäre, die eher an ein südamerikanisches Stadion als an eine deutsche Sporthalle erinnerte, krönte sich der SV Darmstadt 98 zum inoffiziellen Futsal-Champion von 1976. In einem Spiel, das als das „Adrian-Thurow-Paradoxon“ in die Geschichte eingehen wird, besiegten die Hessen die Kickers Stuttgart mit 3:2 nach Verlängerung.

Der Trainer-Clash: Thurow gegen Thurow
Die kurioseste Randnotiz des Tages: Beide Teams wurden von Adrian Thurow betreut – ein taktisches Novum, das für reichlich Verwirrung am Spielfeldrand sorgte. Thurow, der zwischen den beiden Trainerbänken hin- und herpendelte, sah ein Spiel, das von taktischer Disziplin und technischer Raffinesse geprägt war.

Erste Halbzeit: Blitzstart der Lilien
Darmstadt kam besser mit dem filzigen Spezialball zurecht. Schon in der 4. Minute zappelte das Netz: Nach einer schnellen Kombination über die Bande markierte die Darmstädter Nummer 10 das 1:0. Stuttgart wirkte zunächst beeindruckt, fand aber durch einen harten Distanzschuss zurück ins Spiel (12. Minute). Doch kurz vor dem Pausenpfiff nutzten die Lilien eine Unkonzentriertheit in der Kickers-Abwehr eiskalt zum 2:1-Halbzeitstand aus.

Zweite Halbzeit: Der schwäbische Kraftakt
Nach dem Seitenwechsel drehten die Kickers auf. Angetrieben von den taktischen Anweisungen Thurows (der nun verstärkt bei den Stuttgartern stand), drückten sie auf den Ausgleich. In der 28. Minute war es so weit: Ein sehenswerter Lupfer über den heraustürmenden Darmstädter Keeper brachte das 2:2. Die Festhalle bebte, und die reguläre Spielzeit endete in einem nervenaufreibenden Schlagabtausch.

Verlängerung: Das goldene Tor
In der Verlängerung mobilisierten beide Teams ihre letzten Kraftreserven. Das Spiel wurde ruppiger, die Räume enger. Drei Minuten vor dem Ende der entscheidende Moment: Ein Darmstädter Konter, eingeleitet durch einen präzisen Abwurf des Torwarts, landete direkt beim Rechtsaußen. Mit einem trockenen Flachschuss ins lange Eck besiegelte er das 3:2.

Fazit: Ein historischer Abend für den SV Darmstadt 98. Adrian Thurow durfte sich am Ende selbst gratulieren – und gleichzeitig trösten. Ein Triumph des Hallenfußballs, der noch lange in den Vereinsgazetten nachhallen wird.

Statistik:
Ergebnis: 3:2 (2:1, 2:2) n.V.
Tore: 1:0 (4.), 1:1 (12.), 2:1 (19.), 2:2 (28.), 3:2 (37.)
Zuschauer: 4.500 (ausverkauft)
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Ungelesen 05.04.2026, 19:09
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1976/77 = HERTHA BSC BERLIN --- TeBe Berlin....................................3--2..(2--0)
.....(PATRICK THUROW--Patrick Thurow)


Magische Nacht unterm Hallendach:

Hertha BSC ringt TeBe im Derby-Krimi nieder
Berlin, 1977 – Was für ein Spektakel in der ausverkauften Schöneberger Sporthalle! Im Finale der Futsal-DM 1977 trafen die beiden Berliner Erzrivalen Hertha BSC und Tennis Borussia aufeinander. Kuriosum am Rande: Beide Teams wurden von Taktikfuchs Patrick Thurow betreut, der an diesem Abend wohl die schwierigste Doppelfunktion der deutschen Sportgeschichte innehatte.

Erste Halbzeit: Blau-Weiße Dominanz
Von Beginn an zeigte die „Alte Dame“ Hertha BSC, wer der Herr im Hause ist. Mit präzisem Kurzpassspiel und einer für die 70er Jahre ungewohnten Dynamik auf dem kleinen Feld schnürten sie die „Lila-Weißen“ in deren Hälfte ein.

10. Minute: Nach einer traumhaften Kombination über drei Stationen netzte Herthas Spielmacher zum 1:0 ein.

18. Minute: Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Hertha nach einem klassischen Konter auf 2:0. TeBe wirkte zu diesem Zeitpunkt ideenlos gegen das taktische Korsett, das Thurow seinen blau-weißen Schützlingen angelegt hatte.

Zweite Halbzeit: Das lila-weiße Aufbäumen
Nach dem Seitenwechsel schien Thurow in der TeBe-Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Tennis Borussia kam wie verwandelt aus der Kabine und nutzte die aufkommende Arroganz der Herthaner eiskalt aus. Innerhalb von nur fünf Minuten glichen sie durch zwei fulminante Distanzschüsse zum 2:2 aus. Die Halle bebte, das Derby stand auf Messers Schneide.

Die Entscheidung
In einer dramatischen Schlussphase war es schließlich ein Geniestreich, der das Finale entschied. Drei Minuten vor dem Ende tankte sich ein Hertha-Stürmer an der Bande durch und legte quer – der heranstürmende Kapitän schob zum viel umjubelten 3:2-Endstand ein.

Fazit:
Ein würdiges Finale, das den Berliner Hallenfußball (Futsal) auf ein neues Level hob. Patrick Thurow bewies als Trainer beider Teams seine Klasse, auch wenn er sich nach dem Abpfiff wohl selbst zum Sieg gratulieren und gleichzeitig trösten musste.
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1977/78 = EINTRACHT FRANKFURT --- VfL Osnabrueck...............................3--2..(1--1)
.....(DETLEV REINHARDT--Bernd Korbach)


Drama unterm Hallendach: Eintracht krönt sich zum Champion

Frankfurt/Osnabrück – Die Luft in der restlos ausverkauften Halle brannte. Zwei unterschiedliche Philosophien prallten aufeinander: Das technisch versierte Kurzpassspiel der Frankfurter unter Detlev Reinhart gegen die physische Präsenz und das blitzschnelle Umschaltspiel der Osnabrücker von Coach Bernd Korbach.

1. Halbzeit: Belauern auf höchstem Niveau
Von Beginn an entwickelte sich ein taktisches Schachspiel. Frankfurt kontrollierte den Ball, doch Osnabrück stand kompakt. In der 8. Minute erlöste der Frankfurter Spielmacher die Fans mit einem trockenen Flachschuss zur Führung. Doch der VfL schlug noch vor der Sirene zurück: Nach einem abgefangenen Querpass schaltete Korbachs Truppe blitzschnell um – der Ausgleich zum 1:1-Pausenstand.

2. Halbzeit: Der offene Schlagabtausch
Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Eintracht das Risiko. Detlev Reinhart trieb seine Männer immer wieder nach vorne. Mit Erfolg: Ein herrlicher Doppelpass hebelte die Osnabrücker Abwehr aus – 2:1 für die Hessen. Doch wer glaubte, der VfL sei geschlagen, irrte. Nur drei Minuten später hämmerte ein Osnabrücker Stürmer den Ball unter die Latte – 2:2.

Die Entscheidung kurz vor Schluss
Als sich alles bereits auf eine Verlängerung einstellte, folgte der Moment des Turniers. Frankfurt kombinierte sich über drei Stationen direkt vor das Tor, wo der heranstürmende Angreifer den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Osnabrück warf in den letzten Sekunden alles nach vorne, doch die Frankfurter Defensive hielt dem Druck stand.

Endstand: 3:2 für Eintracht Frankfurt.
Während Detlev Reinhart von seinen Spielern in die Luft geworfen wurde, blieb Bernd Korbach ein fairer Verlierer: „Kleinigkeiten haben heute den Unterschied gemacht.“ Ein Finale, das als Sternstunde des frühen Hallenfußballs in die Geschichte eingeht.
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Ungelesen 05.04.2026, 19:25
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1978/79 = 1 FC NUERNBERG --- 1 FC Koeln........................................4--2
.....(HENDRIK NIELSEN--Thomas Miotke)


Nürnberg zaubert in der Halle: „Club“ entthront Köln im Futsal-Krimi

Essen, 14. Januar 1979 – In einer hitzigen Atmosphäre in der ausverkauften Grugahalle hat sich der 1. FC Nürnberg die Krone im deutschen Hallenfußball (Futsal) aufgesetzt. In einem hochklassigen Finale bezwang die Mannschaft von Trainer Hendrik Nielsen den favorisierten 1. FC Köln mit 4:2.

Taktik-Schach der Trainer
Schon vor Anpfiff war die Spannung greifbar. Während Kölns Coach Thomas Miotke auf eine aggressive Pressing-Strategie und die physische Präsenz seiner Domstädter setzte, vertraute Nielsen auf die spielerische Eleganz und das schnelle Kurzpassspiel seiner Franken. „Wir wollten den Ball laufen lassen, nicht die Beine“, so ein sichtlich stolzer Nielsen nach dem Schlusspfiff.

Erste Halbzeit: Köln legt vor
Der „Effzeh“ startete druckvoll. Bereits in der 6. Minute zappelte der Ball im Netz der Nürnberger: Nach einer feinen Einzelleistung über die rechte Seite drosch der Kölner Kapitän das Leder unhaltbar unter die Latte. Die Miotke-Truppe schien das Spiel im Griff zu haben, doch Nürnberg blieb ruhig. Kurz vor dem Pausenpfiff nutzte der „Club“ eine Unachtsamkeit in der Kölner Hintermannschaft zum verdienten 1:1-Ausgleich.

Zweite Halbzeit: Nürnberger Wirbelwind
Nach dem Seitenwechsel drehte Nürnberg auf. Mit einer Ballbeherrschung, die fast an die südamerikanischen Vorbilder erinnerte, kombinierten sich die Franken durch die Kölner Reihen. Ein Doppelschlag innerhalb von drei Minuten schraubte das Ergebnis auf 3:1 hoch. Thomas Miotke reagierte, brachte einen zusätzlichen Offensivspieler, und tatsächlich verkürzte Köln noch einmal auf 3:2.

Die Schlussphase wurde zum Nervenkrieg. Köln warf alles nach vorne, doch die Nürnberger Defensive stand wie ein Bollwerk. In der letzten Spielminute markierte ein perfekt vorgetragener Konter den 4:2-Endstand und löste bei den mitgereisten Fans aus Franken Jubelstürme aus.

Fazit: Ein Sieg für die Galerie
Während Thomas Miotke die vergebenen Chancen seiner Mannschaft beklagte, feierte Nürnberg eine geschlossene Teamleistung. Mit diesem Sieg geht der 1. FC Nürnberg als einer der Pioniere des deutschen Futsals in die Geschichtsbücher ein.

Tore: 0:1 Köln (6.), 1:1 Nürnberg (14.), 2:1 Nürnberg (18.), 3:1 Nürnberg (21.), 3:2 Köln (25.), 4:2 Nürnberg (30.).
Zuschauer: 4.500 (ausverkauft)
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Ungelesen 05.04.2026, 19:39
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1979/80 = EINTRACHT FRANKFURT --- DSC Arminia Bielefeld........................10--6
.....(BERND KORBACH--Thomas Miotke)


Triumph unterm Hallendach: Eintracht Frankfurt krönt sich zum Futsal-König

FRANKFURT / BIELEFELD – Die Sensation ist perfekt! In einem hochdramatischen Endspiel um die Deutsche Futsal-Meisterschaft 1980 hat sich Eintracht Frankfurt zum zweiten Mal nach 1978 den Titel gesichert. In einer hitzigen Partie bezwangen die Hessen den DSC Arminia Bielefeld mit 10:6 und bewiesen einmal mehr ihre Vormachtstellung auf dem Parkett.

Taktikschlacht der Trainerfüchse
Von Beginn an war die Handschrift der beiden Übungsleiter klar erkennbar. Während Bernd Korbach seine Eintracht mit einem extrem aggressiven Pressing und blitzschnellen Umschaltspiel auf das Feld schickte, setzte Bielefelds Coach Thomas Miotke auf eine kompakte Raumbesetzung und gefährliche Konter über die Außenbahnen.

Tor-Spektakel in der ersten Hälfte
Die Anfangsphase gehörte den Ostwestfalen. Miotkes Truppe nutzte zwei Unachtsamkeiten in der Frankfurter Hintermannschaft eiskalt aus und ging früh mit 2:0 in Führung. Doch Korbach reagierte ruhig, ordnete seine Reihen neu und peitschte seine Jungs nach vorne. Noch vor der Pause drehte die Eintracht auf: Mit technischer Brillanz und präzisen Kurzpässen hebten sie die Arminia-Abwehr aus den Angeln. Zur Halbzeit leuchtete ein torreiches 5:4 von der Anzeigetafel.

Kondition gibt den Ausschlag
In der zweiten Halbzeit machte sich die physische Überlegenheit der Frankfurter bemerkbar. Während Bielefeld dem hohen Tempo der ersten 20 Minuten Tribut zollen musste, wirkte die Eintracht frisch. Bernd Korbachs Rotationsprinzip zahlte sich aus. Frankfurt zog innerhalb weniger Minuten auf 8:5 davon.

Arminia Bielefeld warf in der Schlussphase unter der Regie von Thomas Miotke alles nach vorne, agierte zeitweise sogar mit einem „fliegenden Torhüter“, doch Frankfurt konterte eiskalt. Den Schlusspunkt zum 10:6-Endstand setzte die Eintracht per Fernschuss ins verwaiste Bielefelder Tor.

Fazit: Frankfurt schreibt Geschichte
Mit diesem Sieg feiert Eintracht Frankfurt die zweite Meisterschaft innerhalb von drei Jahren. Trainer Bernd Korbach wurde nach Abpfiff von seinen Spielern in die Luft geworfen, während Thomas Miotke trotz der Niederlage sportlich fair gratulierte: „Frankfurt war heute den einen Schritt schneller und vor dem Tor abgezockter.“

Endstand: Eintracht Frankfurt – DSC Arminia Bielefeld 10:6
Meister 1980: Eintracht Frankfurt (2. Titel)


Wer waren die Torschützen ?
In diesem denkwürdigen 10:6-Spektakel trugen sich folgende Spieler in die Torschützenliste ein. Dabei glänzten vor allem die Frankfurter Offensivgeister durch ihre Spielfreude auf dem Hallenboden:

Torschützenliste: Eintracht Frankfurt (10)
Bernd Hölzenbein (3 Tore): Der Kapitän und Rekordtorschütze war der Dreh- und Angelpunkt. Mit seiner Erfahrung erzielte er einen Hattrick und markierte auch den vorentscheidenden Treffer zum 9:6
.
Cha Bum-kun (2 Tore): Der "Sonnenschein" aus Südkorea verzückte die Fans mit seinen schnellen Antritten und verwandelte zwei präzise Zuspiele eiskalt.

Bernd Nickel (2 Tore): Bekannt für seine gefürchteten "Drallschüsse", traf "Dr. Hammer" zweimal aus der Distanz – einer seiner Schüsse schlug unhaltbar direkt im Winkel ein.

Fred Schaub (1 Tor): Der Finalheld des UEFA-Cups von 1980 bewies auch in der Halle seinen Riecher und staubte zum zwischenzeitlichen 5:4 ab.

Karl-Heinz Körbel (1 Tor): Der Rekordspieler der Bundesliga schaltete sich bei einem Konter mit nach vorne ein und traf trocken per Flachschuss.

Ronald Borchers (1 Tor): Er besorgte den Endstand zum 10:6, als er den Ball kurz vor Schluss ins leere Tor der Bielefelder schob.


Torschützenliste: DSC Arminia Bielefeld (6)
Norbert Eilenfeldt (2 Tore): Der gefährlichste Angreifer der Arminia brachte sein Team mit zwei frühen Treffern zunächst überraschend in Führung.

Christian Sackewitz (2 Tore): Er hielt die Hoffnung für Bielefeld lange am Leben und erzielte beide Tore in der hitzigen Phase kurz nach der Halbzeit.

Gerd-Volker Schock (1 Tor): Er traf nach einer einstudierten Eckenvariante wuchtig zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Helmut Schröder (1 Tor): Ein Fernschuss, der leicht abgefälscht den Weg ins Frankfurter Netz fand.


Wie war die Stimmung auf den Rängen ?
Die Stimmung in der Frankfurter Festhalle war am Kochen – eine Mischung aus dem typischen 80er-Jahre-Hallenflair und der Euphorie über den frisch gewonnenen UEFA-Cup der Eintracht.

Hier sind die Details zur Atmosphäre an diesem Nachmittag:

1. Ein Hexenkessel in Weiß und Blau
Rund 5.000 Zuschauer drängten sich bis dicht an die Bande. Da es noch keine strengen Sicherheitsabstände wie heute gab, saßen die Fans quasi direkt im Nacken der Spieler. Der Geruch von Bratwurst und frisch gezapftem Bier lag in der Luft, unterbrochen von den damals typischen Nebelhorn-Fanfaren, die bei jedem Tor ohrenbetäubend schallten.

2. Die „Eintracht-Welle“ gegen ostwestfälische Sturheit
Die Frankfurter Fans waren nach dem internationalen Erfolg im Mai 1980 im Rausch. Jedes Mal, wenn Bernd Nickel zum Distanzschuss ansetzte, raunte das ganze Stadion „Haaaammer!“. Die mitgereisten Bielefelder Schlachtenbummler hielten jedoch wacker dagegen. Mit ihren markanten „Arminia! Arminia!“-Schlachtrufen sorgten sie dafür, dass es zeitweise wie ein echtes Heimspiel für den DSC wirkte, besonders als ihr Team mit 2:0 in Führung ging.

3. Zaungäste und Prominenz
In den vorderen Reihen sah man bekannte Gesichter der Frankfurter Stadtgesellschaft und ehemalige Legenden wie Jürgen Grabowski, der zwar verletzungsbedingt nicht mehr mitspielte, aber jeden Spielzug seiner ehemaligen Kollegen lautstark kommentierte. Die Stimmung war familiär, aber hochgradig emotional – bei strittigen Schiedsrichterentscheidungen flogen auch schon mal ein paar Sitzkissen oder Pappbecher Richtung Parkett.

4. Ekstase nach dem Schlusspfiff
Als der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 10:6 abpfiff, gab es kein Halten mehr. Die Fans stürmten das Spielfeld, um ihre Helden zu herzen. Bernd Hölzenbein wurde auf den Schultern zum Podium getragen, während die Bielefelder Fans trotz der Niederlage Größe zeigten und ihren „Arminen“ für den couragierten Auftritt applaudierten.
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1980/81 = BORUSSIA DORTMUND --- FC Freiburg.....................................6--3
.....(BENNY HELD--Benny Held)


Das „Held-Drama“ von 1981

Endspiel um die Futsal-DM 1981
Borussia Dortmund vs. FC Freiburg 6:3 (2:1)


In einer stickigen Westfalenhalle kam es zum Duell der Giganten – und zum persönlichen Schicksalsspiel für die Familie Held. Während Benny Held für die Schwarz-Gelben die Schuhe schnürte, dirigierte sein fiktives Alter Ego als Taktikfuchs die Freiburger von der Seitenlinie aus.

Torschützenfolge:
1:0 Benny Held (4.) – Ein satter Linksschuss aus der Drehung, keine Chance für den Freiburger Keeper.

1:1 Hans-Peter „Lulu“ Maier (12.) – Freiburg antwortet nach einer einstudierten Eckenvariante von Trainer Held.

2:1 Benny Held (18.) – Ein Solo über das halbe Feld; der Torjäger tunnelt den letzten Verteidiger.

2:2 „Turbo“ Schlotterbeck (22.) – Freiburg kommt wütend aus der Kabine und gleicht per Konter aus.

3:2 Manni Burgsmüller (26.) – Nach feiner Vorarbeit von Held staubt Burgsmüller eiskalt ab.

4:2 Benny Held (31.) – Hattrick! Ein Heber aus spitzem Winkel lässt die Halle beben.

4:3 „Lulu“ Maier (35.) – Freiburg verkürzt per Sechsmeter-Strafstoß noch einmal.

5:3 Michael Zorc (38.) – Die Vorentscheidung durch den jungen Zorc nach einem Querpass von Held.

6:3 Benny Held (40.) – Den Schlusspunkt setzt der Mann des Tages selbst mit einem Schuss ins leere Tor, als Freiburg alles nach vorne warf.

Fazit:
Das Spiel ging als das „Vier-Tore-Spektakel“ des Benny Held in die Geschichtsbücher ein. Trainer Benny Held gratulierte seinem spielenden Pendant nach Abpfiff mit einem Augenzwinkern: „Gegen mich selbst zu verlieren, ist die einzige Niederlage, die ich akzeptieren kann.“
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1977/78 = EINTRACHT FRANKFURT --- VfL Osnabrueck...............................3--2..(1--1)
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Ich wollte verlieren.
Ich habe verloren.
Ich habe damit also gewonnen.........
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  #9  
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Ich wollte verlieren.
Ich habe verloren.
Ich habe damit also gewonnen.........
Das ist ja beinahe schon "höhere Fusball-philosophie"
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