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#1
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01---1971/72
.....1 FC KAISERSLAUERN --- SV Fraulautern....................... 2 - 1 .....SÜDWEST --- Saarland .....THOMAS MIOTKE--Wolfgang Rixen Rot-Weiße Krönung in der Pfalz: FCK-Talente erkämpfen die Meisterschale Kaiserslautern – In einem hochdramatischen Endspiel um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft 1972 setzte sich die Elf vom Betzenberg mit 2:1 gegen den tapferen saarländischen Herausforderer SV Fraulautern durch. Vor einer Kulisse, die eines Profispielplatzes würdig war, lieferten sich beide Mannschaften einen packenden Schlagabtausch, der erst in der Schlussphase entschieden wurde. Blitzstart für die Lautrer Die Mannschaft von Trainer Thomas Miotke legte los wie die Feuerwehr. Bereits in der 12. Minute zappelte der Ball im Netz der Saarländer: Nach einer präzisen Flanke von der rechten Seite war der Lautrer Mittelstürmer zur Stelle und köpfte unhaltbar zur frühen 1:0-Führung ein. Die Pfälzer dominierten die Anfangsphase mit ihrem gewohnt druckvollen Offensivspiel und schienen den SV Fraulautern regelrecht zu überrennen. Fraulauterns taktische Antwort Doch wer dachte, die Jungs aus dem Saarlouiser Stadtteil würden nun einbrechen, sah sich getäuscht. Trainer Wolfgang Rixen stellte sein Team Mitte der ersten Halbzeit taktisch um, stärkte das Mittelfeld und ließ die Räume enger werden. Fraulautern fand über den Kampf ins Spiel und kam durch schnelle Konter immer wieder gefährlich vor das Gehäuse des FCK. Kurz vor dem Pausenpfiff dann der Paukenschlag: Ein direkt verwandelter Freistoß aus 20 Metern schlug im Winkel ein – der Ausgleich zum 1:1 (41. Minute). Entscheidung im Schlussspurt Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine wahre Nervenschlacht. Beide Teams spielten auf Sieg, wobei die Pfälzer spielerisch reifer wirkten, während die Rixen-Elf mit enormer Leidenschaft dagegenhielt. Als sich die Zuschauer bereits auf eine Verlängerung einstellten, fiel die Entscheidung: In der 84. Minute nutzte der FCK eine Unachtsamkeit in der Fraulauterner Defensive. Nach einer feinen Einzelleistung vollstreckte der Lautrer Zehner flach ins lange Eck zum 2:1. Fraulautern warf in den letzten Minuten alles nach vorne, doch die Defensive von Thomas Miotke hielt stand. Mit dem Schlusspfiff brachen auf dem Betzenberg alle Dämme – der 1. FC Kaiserslautern ist Deutscher A-Jugend-Meister 1972! Statistik zum Spiel: Ergebnis: 1. FC Kaiserslautern – SV Fraulautern 2:1 (1:1) Tore: 1:0 (12.), 1:1 (41.), 2:1 (84.) Trainer FCK: Thomas Miotke Trainer SVF: Wolfgang Rixen
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Juergen Ambrosius
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#2
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02---1972/73
.....FC SCHALKE 04 --- Eintracht Braunschweig.................... 2 - 0 .....WESTFALEN --- Niedersachsen .....JUERGEN AMBROSIUS--Detlev Reinhardt Königsblauer Triumph auf der Alm: Schalkes Nachwuchs besteigt den Thron Bielefeld, 8. Juli 1973 – Vor einer beeindruckenden Kulisse im Bielefelder Stadion an der Melanchthonstraße (der legendären „Alm“) krönte sich die A-Jugend des FC Schalke 04 zum deutschen Meister. In einem hochklassigen Finale bezwangen die Knappen die tapfer kämpfende Eintracht aus Braunschweig mit 2:0. Das Spiel im Überblick Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, in der die Handschrift der beiden Trainer deutlich zu erkennen war. Während Jürgen Ambrosius seine Schalker Elf mit gewohntem Offensivdrang und technischer Finesse ins Rennen schickte, setzte Detlev Reinhardt auf eine kompakte Braunschweiger Defensive und gefährliche Konter über die Flügel. 1. Halbzeit: Schalke übernahm früh das Kommando. Besonders der junge Rüdiger Abramczik, der bereits bei den Profis für Furore sorgte, wirbelte die Braunschweiger Abwehr immer wieder durcheinander. In der 28. Minute war es dann so weit: Nach einer feinen Kombination über das Mittelfeld landete der Ball bei Abramczik, der mit einem platzierten Flachschuss das verdiente 1:0 markierte. Braunschweig versuchte zu antworten, biss sich aber an der sicher stehenden Schalker Hintermannschaft die Zähne aus. 2. Halbzeit: Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Eintracht das Risiko. Die „Löwen“ kamen zu zwei gefährlichen Standardsituationen, doch Schalkes Schlussmann parierte glänzend. In die Drangphase der Niedersachsen hinein fiel die Vorentscheidung: Ein präziser Konter landete beim Schalker Mittelstürmer, der eiskalt zum 2:0-Endstand vollendete (64. Minute). Siegerehrung und Fazit Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Die mitgereisten Schalker Fans stürmten den Rasen, um ihre „Eurofighter von morgen“ zu feiern. Trainer Jürgen Ambrosius lobte nach dem Spiel vor allem die Nervenstärke seines Teams: „Wir wussten, dass Braunschweig uns alles abverlangen würde, aber heute haben wir unsere Qualitäten im richtigen Moment ausgespielt.“ Für den FC Schalke 04 ist dieser Titel ein weiterer Beweis für die exzellente Nachwuchsarbeit im Revier. Während Braunschweig trotz der Niederlage erhobenen Hauptes die Heimreise antrat, wird die Nacht in Gelsenkirchen wohl lang und königsblau werden. Daten zum Finale 1973 Details Begegnung FC Schalke 04 – Eintracht Braunschweig Ergebnis 2:0 (1:0) Austragungsort Bielefeld (Stadion an der Melanchthonstraße) Trainer S04 Jürgen Ambrosius Trainer BTSV Detlev Reinhardt
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Juergen Ambrosius
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#3
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03---1973/74
.....1 FC NÜRNBERG --- Karlsruher SC................................. 4 - 2 .....BAYERN --- Nordbaden .....DIETER ROSNER--Hendrik Nielsen In einem packenden Finale der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft 1974 sicherte sich der 1. FC Nürnberg am 14. Juli 1974 vor rund 11.000 Zuschauern im Würzburger Dallenbergstadion durch einen 4:2-Sieg gegen den Karlsruher SC den Titel. Hier ist ein Spielbericht, der den Geist dieses historischen Triumphes einfängt: „Club“-Youngster krönen sich in Würzburg zu Deutschlands Fußball-Königen! WÜRZBURG – Die Hitze flirrte über dem Rasen des Würzburger Dallenbergstadions, doch die 11.000 Fans peitschten ihre Mannschaften unermüdlich nach vorne. In einem Endspiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war, bezwang die „Club“-Jugend unter Trainer Dieter Rosner den Karlsruher SC mit 4:2 und brachte die Meisterschale an den Valznerweiher. Blitzstart und kalte Dusche Nürnberg legte los wie die Feuerwehr. Bereits in der 12. Minute zappelte der Ball im Netz der Badener: Reinhold Schell, der erst kurz vor der Endrunde zum FCN gestoßen war, bewies seine Übersicht und bediente den agilen Sturm, der zur frühen Führung einschob. Doch der KSC, taktisch glänzend eingestellt von Hendrik Nielsen, schlug postwendend zurück. Ein Doppelschlag vor der Pause drehte die Partie zeitweise zugunsten der Karlsruher – die Franken gingen mit einem 1:2-Rückstand in die Kabine. Die Wende nach der Pause Trainer Dieter Rosner schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit dem Wiederanpfiff brannte der FCN ein Feuerwerk ab. Die Abwehr um den unermüdlichen Schell stabilisierte sich, und in der Offensive wirbelte der „Club“ die Karlsruher Defensive schwindelig. 55. Minute: Der Ausgleich zum 2:2 nach einer sehenswerten Kombination über den Flügel. 68. Minute: Nürnberg geht mit 3:2 in Führung – das Stadion kocht! Die Entscheidung kurz vor Schluss Karlsruhe warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch die Nürnberger Konter saßen. In der 85. Minute fiel die endgültige Entscheidung: Nach einem Foul im Strafraum behielten die Franken die Nerven und verwandelten den fälligen Strafstoß sicher zum 4:2-Endstand. Als der Schiedsrichter die Partie abpfiff, gab es kein Halten mehr. Die Nürnberger Talente, die später teilweise den Sprung in die Profimannschaft schaffen sollten, feierten ausgelassen auf dem Würzburger Rasen. Ein Sieg des Willens und des unbändigen Zusammenhalts, der als einer der größten Erfolge der Nürnberger Jugendgeschichte in die Annalen eingehen wird. Daten zum Spiel: Datum: 14. Juli 1974 Ort: Dallenbergstadion, Würzburg Ergebnis: 1. FC Nürnberg – Karlsruher SC 4:2 Trainer FCN: Dieter Rosner Trainer KSC: Hendrik Nielsen Besonderes Highlight: Reinhold Schell agierte als Taktgeber im Mittelfeld.
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Juergen Ambrosius
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#4
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04---1974/75
.....FC SINGEN 04 --- FSV Mainz 05.................................... 2 - 0 .....SÜDBADEN --- Südwest .....DETLEV REINHARDT--Thomas Miotke Singen krönt sich zum A-Jugend-Meister: Reinhardt-Elf bezwingt Mainz Karlsruhe, 1975 – Vor einer beeindruckenden Kulisse im Karlsruher Wildparkstadion sicherte sich der FC Singen 04 den Titel des Deutschen A-Jugend-Meisters. In einem intensiven Finale setzte sich die Mannschaft von Trainer Detlev Reinhardt verdient mit 2:0 gegen den FSV Mainz 05 durch. Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie. Mainz, gecoacht von Thomas Miotke, versuchte mit frühem Pressing den Spielaufbau der Südbadener zu stören, doch die Singener Defensive stand stabil wie eine Mauer. Die Vorentscheidung fiel bereits in der ersten Halbzeit: Durch zwei blitzsauber vorgetragene Konter nutzte der FC Singen 04 die Lücken in der Mainzer Hintermannschaft eiskalt aus. Während Mainz in der zweiten Hälfte alles nach vorne warf, bewies die Reinhardt-Elf taktische Reife. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und großem Kämpferherz verteidigten die Singener den Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Tore: 1:0, 2:0 (beide FC Singen 04) Zuschauer: (gut besetztes Wildparkstadion) Fazit: Ein historischer Triumph für den Hohentwiel-Nachwuchs, der den FSV Mainz 05 trotz deren spielerischer Klasse dank einer disziplinierten Defensivleistung in Schach hielt.
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Juergen Ambrosius
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#5
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05---1975/76
.....EINTRACHT FRANKFURT --- FC Schalke 04...................... 1 - 0 .....HESSEN --- Westfalen .....HELMUT KLAES--Juergen Ambrosius Magischer Moment in Köln: Eintracht-Junioren krönen sich zum Champion KÖLN – 11. Juli 1976. Im Schatten des Kölner Doms, vor einer stattlichen Kulisse begeisterter Fans, hat sich die A-Jugend von Eintracht Frankfurt am heutigen Sonntag die Krone des deutschen Jugendfußballs aufgesetzt. In einem packenden Finale gegen den FC Schalke 04 behielten die Hessen mit 1:0 die Oberhand. Taktikschlacht der Strategen Schon vor dem Anpfiff war die Spannung greifbar. Auf der einen Seite der Frankfurter Erfolgscoach Helmut Klaes, der seine Truppe aus dem rheinischen Linnich heraus perfekt auf den Punkt vorbereitet hatte. Ihm gegenüber stand Juergen Ambrosius, der Lüdenscheider Taktikfuchs der Schalker, der seine Mannschaft nach der knappen Finalniederlage im Vorjahr nun endlich zum Titel führen wollte. Das Spiel: Kampf um jeden Grashalm Die Partie startete zerfahren. Schalke agierte gewohnt ballsicher und versuchte, das Spiel aus einer stabilen Defensive heraus zu kontrollieren. Doch die Frankfurter Verteidigung stand wie ein Bollwerk. Helmut Klaes hatte seinen Jungs eine aggressive Marschroute verordnet, die den Knappen kaum Raum zur Entfaltung ließ. Die Entscheidung fiel in der 62. Spielminute: Nach einer präzisen Flanke über den rechten Flügel stieg ein Frankfurter Angreifer im Strafraum am höchsten. Sein Kopfball schlug unhaltbar im langen Eck ein – 1:0 für die Eintracht! Das Stadion kochte, während die mitgereisten Schalker Anhänger fassungslos zusahen. Schalker Schlussoffensive bleibt unbelohnt In der Schlussviertelstunde warf Schalke alles nach vorne. Juergen Ambrosius peitschte seine Schützlinge unaufhörlich an, doch das Glück war den Gelsenkirchenern nicht hold. Ein Pfostenschuss kurz vor dem Abpfiff war die letzte große Chance zum Ausgleich. Am Ende rettete die Eintracht den knappen Vorsprung über die Zeit. Stimmen zum Spiel Helmut Klaes (Eintracht Frankfurt): "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir wussten, dass Schalke spielstark ist, aber unser Kampfgeist hat heute den Ausschlag gegeben. Dieser Titel gehört ganz Frankfurt!" Juergen Ambrosius (Schalke 04): "Es ist hart. Zum zweiten Mal in Folge stehen wir im Finale und stehen am Ende mit leeren Händen da. Wir haben alles versucht, aber Frankfurt war heute das Quäntchen abgeklärter." Für Schalke bleibt das bittere Gefühl des "Vize-Titels", während Frankfurt eine lange Partynacht bevorsteht. Die Eintracht-Talente haben heute bewiesen, dass mit ihnen in Zukunft auch bei den Profis zu rechnen ist.
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Juergen Ambrosius
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#6
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06---1976/77
.....ITZEHOER SV --- Roechling Voelklingen...........................3--2 .....SCHLESWIG-HOLSTEIN --- Saarland .....WOLFGANG RIXEN--Florian Fenger Drama in der Roten Erde: Itzehoer Nachwuchs krönt sich zum Champion! Dortmund. Was für eine Kulisse, was für ein Krimi! Im Schatten des Westfalenstadions, in der ehrwürdigen Kampfbahn Rote Erde, sicherte sich der Itzehoer SV in einem packenden Finale gegen den SV Röchling Völklingen die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft. Am Ende hieß es 3:2 für die Norddeutschen, die in einem Spiel der vergebenen Chancen und der großen Leidenschaft den längeren Atem bewiesen. Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf technisch hohem Niveau. Völklingen, taktisch brillant von Florian Fenger eingestellt, suchte die spielerische Lösung, während die Holsteiner unter Wolfgang Rixen mit nordischer Gelassenheit und blitzschnellem Umschaltspiel konterten. Nachdem Itzehoe früh mit 2:0 in Führung gegangen war, schien die Messe gelesen – doch die Saarländer kamen durch einen Doppelschlag kurz nach der Pause zurück. Erst in der 84. Minute erlöste der ISV-Mittelstürmer mit einem wuchtigen Kopfball die mitgereisten Fans. Die Stimmen nach dem Abpfiff Wolfgang Rixen (Trainer Itzehoer SV): „Ich bin völlig fertig mit den Nerven. Als Völklingen das 2:2 machte, dachte ich, das Spiel kippt komplett. Aber meine Jungs haben diesen unbedingten Willen. Wir haben in Itzehoe oft unter schwierigen Bedingungen trainiert, heute haben wir die Ernte eingefahren. Dieser Titel gehört der ganzen Stadt. Wir werden die Rückfahrt im Bus wohl kaum schlafend verbringen!“ Florian Fenger (Trainer Röchling Völklingen): „Glückwunsch an Wolfgang und sein Team. Es tut weh, so kurz vor Schluss zu verlieren, besonders weil wir in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft waren. Wir haben Itzehoe am Haken gehabt, aber wer seine Chancen nicht nutzt, wird auf diesem Niveau bestraft. Ich bin trotzdem stolz auf meine Truppe – wir haben Völklingen heute würdig vertreten.“ Der Itzehoer SV feiert damit den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte im Jugendbereich, während Völklingen trotz der Niederlage bewies, dass die saarländische Talentschmiede zur absoluten Elite Deutschlands gehört.
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Juergen Ambrosius
Geändert von Juergen Ambrosius (06.04.2026 um 13:09 Uhr) |
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