01 . DAVIS---CUP ACHTELFINAL--Hinspiele
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Davis-Cup 1988: Polen vs. Brasilien 3--2
Ort: Warschau, Sandplatz | Coaches: Patrick Thurow (POL) & Sascha Mendes (BRA)
Das Wochenende begann dramatisch für die Gastgeber. Vor heimischem Publikum geriet das polnische Team unter Coach Thurow zunächst massiv unter Druck, bevor eine historische Aufholjagd am Sonntag den Sieg sicherte.
1. Match: Wojciech Kowalski vs. Cassio Motta
Ergebnis: 0–1 (Satzresultat: 4:6, 6:7, 3:6)
Im Eröffnungseinzel traf Polens Nummer eins auf den brasilianischen Routinier Cassio Motta. Motta dominierte das Spiel von der Grundlinie mit extremem Topspin. Kowalski kämpfte sich im zweiten Satz bis in den Tie-Break, doch Motta behielt die Nerven. Ein früher Break-Rückstand im dritten Satz besiegelte die erste Niederlage für Polen.
2. Match: Tomasz Iwański vs. Luiz Mattar
Ergebnis: 0–2 (Satzresultat: 2:6, 4:6, 6:7)
Der brasilianische Star Luiz Mattar zeigte, warum er in diesem Jahr in Topform war. Er ließ Iwański kaum Luft zum Atmen. Mit präzisen Passierschlägen entnervte er den Polen. Obwohl Iwański im dritten Satz noch einmal alles riskierte und das Publikum anstachelte, machte Mattar den Sack im Tie-Break zu. Brasilien führte nach dem ersten Tag komfortabel mit 2:0.
3. Match (Doppel): Kowalski / Iwański vs. Mattar / Motta
Ergebnis: 1–2 (Satzresultat: 6:3, 7:5, 4:6, 6:4)
Coach Thurow schwor seine Männer in der Kabine ein: „Alles oder Nichts!“ Im Doppel zeigten die Polen eine völlig andere Körpersprache. Besonders das Netzspiel von Kowalski war überragend. Trotz eines Satzverlustes im Dritten blieben sie konzentriert. Ein entscheidendes Break zum 5:4 im vierten Satz brachte Polen den ersten Punkt und hielt die Hoffnung am Leben.
4. Match: Wojciech Kowalski vs. Luiz Mattar
Ergebnis: 2-2 (Satzresultat: 7:5, 6:4, 3:6, 7:6)
Das Duell der Giganten. Kowalski spielte das Match seines Lebens gegen die brasilianische Nummer eins. In einer Hitzeschlacht über vier Stunden rettete sich Kowalski im vierten Satz nach Abwehr von zwei Satzbällen in den Tie-Break und gewann diesen unter ohrenbetäubendem Jubel. Der Ausgleich zum 2:2 war geschafft.
5. Match: Tomasz Iwański vs. Cassio Motta
Ergebnis: 3--2 (Satzresultat: 6:1, 6:2, 6:4)
Das Momentum war nun komplett auf polnischer Seite. Motta wirkte nach den vorangegangenen Tagen erschöpft, während Iwański wie beflügelt aufspielte. Mit aggressiven Vorhand-Winnern ließ er dem Brasilianer keine Chance. Nach nur 105 Minuten verwandelte er den ersten Matchball zum Gesamtsieg.
GESAMTSTAND: Polen 3 – 2 Brasilien
Polen reist nun mit einem knappen Vorsprung zum Rückspiel in einer Woche nach Brasilien, wo Coach Sascha Mendes sicherlich auf die Revanche im heimischen Hexenkessel setzt.
Hier ist der detaillierte Bericht zum Davis-Cup-Duell zwischen Italien und der Schweiz . Italien dominierte dieses Aufeinandertreffen vor heimischer Kulisse komplett.
Davis-Cup 1988: Italien vs. Schweiz 5--0
Ort: Genua, Sandplatz | Coaches: Dieter Rosner (ITA) & Bernd Korbach (SUI)
Ein schwarzes Wochenende für das Team von Bernd Korbach. Die Italiener nutzten ihren Heimvorteil auf der roten Asche perfekt aus und ließen den Schweizern in keinem einzigen Match eine echte Chance. Coach Rosner konnte mit der Leistung seiner Schützlinge mehr als zufrieden sein.
1. Match: Paolo Canè vs. Jakob Hlasek
Ergebnis: 1–0 (Satzresultat: 6:4, 7:5, 6:3)
Italiens charismatischer Canè eröffnete die Partie gegen den Schweizer Top-Spieler Hlasek. Canè spielte variabel und streute immer wieder Stoppbälle ein, die Hlasek auf dem langsamen Sand zur Verzweiflung brachten. Ein souveräner Auftakt für die Squadra Azzurra.
2. Match: Francesco Cancellotti vs. Roland Stadler
Ergebnis: 2–0 (Satzresultat: 6:2, 6:1, 6:4)
Cancellotti, ein ausgewiesener Sandplatzspezialist, dominierte Stadler nach Belieben. Mit langen, schweren Topspin-Bällen drängte er den Schweizer weit hinter die Grundlinie. Stadler fand kein Mittel gegen die Beständigkeit des Italieners, was zur schnellen 2:0-Führung führte.
3. Match (Doppel): Canè / Camporese vs. Hlasek / Mezzadri
Ergebnis: 3–0 (Satzresultat: 6:7, 6:3, 6:4, 7:6)
Das wohl engste Match des Wochenendes. Die Schweizer Paarung Hlasek/Mezzadri kämpfte verbissen und sicherte sich den ersten Satz im Tie-Break. Doch die Italiener wurden durch das frenetische Publikum nach vorne gepeitscht. Der junge Omar Camporese glänzte mit starken Reflexen am Netz und sicherte Italien den vorzeitigen Gesamtsieg.
4. Match: Paolo Canè vs. Roland Stadler
Ergebnis: 4–0 (Satzresultat: 6:1, 6:0)
(Verkürztes Matchformat, da die Entscheidung bereits gefallen war). Canè spielte befreit auf und ließ einem sichtlich entmutigten Stadler nicht den Hauch einer Chance. Ein einseitiges Spiel, das die italienische Überlegenheit an diesem Wochenende unterstrich.
5. Match: Francesco Cancellotti vs. Jakob Hlasek
Ergebnis: 5–0 (Satzresultat: 7:5, 6:4)
Trotz der bereits feststehenden Niederlage wollte Hlasek Ehre für die Schweiz einlegen. Es entwickelte sich ein hochklassiger Schlagabtausch, doch Cancellotti war in den entscheidenden Momenten sicherer. Er verwandelte den Matchball zum "Clean Sweep".
GESAMTSTAND: Italien 5 – 0 Schweiz
Italien reist mit einer perfekten Ausgangslage zum Rückspiel in die Schweiz. Coach Bernd Korbach steht vor der Mammutaufgabe, sein Team nach dieser herben Niederlage für die Spiele in einer Woche wieder aufzurichten.
Hier ist der Spielbericht für den Davis-Cup-Krimi zwischen Mexiko und Russland (damals UdSSR), bei dem die Gäste eine beinahe unmögliche Aufholjagd schafften.
Mexiko vs. Russland 2--3
Ort: Mexiko-Stadt, Hartplatz | Coaches: Juergen Ambrosius (MEX) & Lisa Taube (RUS)
Ein Wochenende der zwei Gesichter: Während Mexiko am Freitag wie der sichere Sieger aussah, drehte das russische Team unter der kühlen Strategie von Coach Lisa Taube am Samstag und Sonntag die Partie komplett und ließ das Stadion in Mexiko-Stadt verstummen.
1. Match: Leonardo Lavalle vs. Alexander Volkov
Ergebnis: 1–0 (Satzresultat: 7:6, 6:4, 3:6, 6:2)
Mexikos Star Lavalle nutzte die dünne Luft der Höhenlage perfekt aus. Sein Aufschlag-Volley-Spiel setzte Volkov von Beginn an unter Druck. Trotz eines Aufbäumens des Russen im dritten Satz blieb Lavalle stabil und sicherte Mexiko den ersten Punkt. Coach Ambrosius feierte den Auftakt nach Maß.
2. Match: Jorge Lozano vs. Andrei Chesnokov
Ergebnis: 2–0 (Satzresultat: 6:3, 7:5, 4:6, 7:6)
In einer Marathon-Partie sorgte Lozano für die Sensation. Gegen den russischen Defensiv-Spezialisten Chesnokov spielte er extrem aggressiv. Chesnokov rettete sich im vierten Satz in den Tie-Break, doch Lozano behielt vor den frenetischen Fans die Nerven. Mexiko führte mit 2:0 – die Entscheidung schien nah.
3. Match (Doppel): Lavalle / Lozano vs. Volkov / Olhovskiy
Ergebnis: 2–1 (Satzresultat: 4:6, 6:7, 5:7)
Coach Lisa Taube brachte für das Doppel den jungen Andrei Olhovskiy. Die russische Paarung harmonierte prächtig und konterte das mexikanische Power-Tennis mit präzisen Lobs und starken Returns. Dieser Sieg in drei engen Sätzen war der Funke, den das russische Team brauchte.
4. Match: Leonardo Lavalle vs. Andrei Chesnokov
Ergebnis: 2--2 (Satzresultat: 6:4, 2:6, 1:6, 4:6)
Lavalle wirkte nach dem Doppel-Einsatz etwas müde. Chesnokov hingegen lief zur Höchstform auf und zwang Lavalle in lange Ballwechsel. Je länger das Match dauerte, desto mehr Fehler unterliefen dem Mexikaner. Mit dem Ausgleich zum 2:2 war die psychologische Oberhand endgültig nach Russland gewandert.
5. Match: Francisco Maciel vs. Alexander Volkov
Ergebnis: 2--3 (Satzresultat: 3:6, 4:6, 6:3, 5:7)
Das alles entscheidende Match. Maciel ersetzte Lozano, um frischen Wind zu bringen, doch Volkov war hochkonzentriert. Nach zwei gewonnenen Sätzen für Volkov kämpfte sich Maciel im dritten zurück. Im vierten Satz ging es hin und her, bis Volkov beim Stand von 6:5 das entscheidende Break gelang. Der russische Jubel kannte keine Grenzen.
GESAMTSTAND: Mexiko 2 – 3 Russland
Nach dieser dramatischen Niederlage muss Coach Juergen Ambrosius sein Team für das Rückspiel in Russland in einer Woche psychisch neu aufbauen. Lisa Taube und ihre Mannschaft haben bewiesen, dass sie selbst unter größtem Druck nicht einknicken.
Davis-Cup 1988: Kroatien vs. Südafrika 1--4
Ort: Zagreb, Teppich (Halle) | Coaches: Hendrik Nielsen (CRO) & Christian Kuehn (RSA)
In der schnellen Halle von Zagreb erlebte das kroatische Team ein schwieriges Wochenende. Die Südafrikaner, traditionell stark auf schnellen Belägen, dominierten mit ihrem harten Aufschlagspiel fast nach Belieben.
1. Match: Bruno Orešar vs. Christo van Rensburg
Ergebnis: 0–1 (Satzresultat: 4:6, 3:6, 5:7)
Van Rensburg zeigte von Anfang an, warum er auf schnellen Belägen gefürchtet war. Orešar versuchte mit Passierschlägen zu kontern, doch das Serve-and-Volley-Spiel des Südafrikaners war zu präzise. Ein spätes Break im dritten Satz besiegelte die Auftaktniederlage für die Gastgeber.
2. Match: Goran Prpić vs. Danie Visser
Ergebnis: 0–2 (Satzresultat: 6:7, 4:6, 6:4, 2:6)
Prpić lieferte sich mit Visser eine packende Schlacht. Der Kroate konnte zwar den dritten Satz für sich entscheiden und das Publikum mitreißen, doch Visser konterte im vierten Satz mit gnadenlosen Aufschlägen. Coach Christian Kuehn sah zufrieden zu, wie sein Team mit 2:0 in Führung ging.
3. Match (Doppel): Orešar / Prpić vs. van Rensburg / Pieter Aldrich
Ergebnis: 0–3 (Satzresultat: 3:6, 4:6, 6:7)
Gegen eines der potenziell besten Doppel der Welt hatten die Kroaten einen schweren Stand. Aldrich und van Rensburg harmonierten perfekt. Trotz einer kämpferischen Leistung im Tie-Break des dritten Satzes konnten die Kroaten den vorzeitigen Gesamtsieg Südafrikas nicht verhindern.
4. Match: Goran Ivanišević vs. Danie Visser
Ergebnis: 1–3 (Satzresultat: 6:4, 7:6)
(Verkürztes Format). Hier blitzte das Talent des jungen Ivanišević auf. Mit seinen berüchtigten Assen ließ er Visser kaum eine Chance zur Reaktion. Es war der verdiente Ehrtreffer für das Team von Hendrik Nielsen und ein Versprechen für die Zukunft des kroatischen Tennis.
5. Match: Bruno Orešar vs. Pieter Aldrich
Ergebnis: 1–4 (Satzresultat: 5:7, 4:6)
Im abschließenden Einzel zeigte Aldrich noch einmal die südafrikanische Dominanz im Aufschlagbereich. Orešar hielt im ersten Satz gut mit, verlor aber bei entscheidenden Punkten die Konzentration. Südafrika machte den Sack zum 4:1-Endstand zu.
GESAMTSTAND: Kroatien 1 – 4 Südafrika
Südafrika geht mit einem massiven Polster in das Rückspiel. Coach Hendrik Nielsen wird in der kommenden Woche vor allem am Return-Spiel seiner Mannschaft arbeiten müssen, um gegen die Aufschlaggiganten aus Pretoria bestehen zu können.
Österreich gelingt das „Wunder von Wien“.
Davis-Cup 1988: Österreich vs. Schweden 5--0
Ort: Wien, Sandplatz | Coaches: Norbert Poschadel (AUT) & Achim Sorg (SWE)
Die Tenniswelt traute ihren Augen nicht. Gegen die schwedische Übermacht, die fast alle Grand-Slam-Titel des Jahres hielt, feierte das Team von Norbert Poschadel einen historischen Durchmarsch. Auf dem langsamen roten Sand in Wien wurden die schwedischen Weltstars regelrecht entzaubert.
1. Match: Thomas Muster vs. Stefan Edberg
Ergebnis: 1–0 (Satzresultat: 6:3, 6:2, 6:4)
Muster, der „König des Sands“, ließ den frischgebackenen Wimbledon-Sieger Edberg verzweifeln. Edbergs Serve-and-Volley-Spiel wurde von Musters brachialen Topspin-Passierschlägen förmlich zerlegt. Die Zuschauer in der Wiener Stadthalle peitschten Muster zu einem nie gefährdeten Auftaktsieg.
2. Match: Horst Skoff vs. Mats Wilander
Ergebnis: 2–0 (Satzresultat: 7:6, 6:7, 6:4, 3:6, 6:1)
Das Match des Wochenendes. Skoff, bekannt für seine unglaubliche Ausdauer, zwang die Nummer eins der Welt, Mats Wilander, in eine fünfstündige Nervenschlacht. Während Wilander im fünften Satz die Kräfte verließen, spielte sich Skoff in einen Rausch und sorgte für die sensationelle 2:0-Führung am Freitag.
3. Match (Doppel): Alex Antonitsch / Thomas Muster vs. Stefan Edberg / Anders Järryd
Ergebnis: 3–0 (Satzresultat: 4:6, 7:5, 6:3, 7:6)
Schweden bot mit Edberg und Järryd eines der besten Doppel der Welt auf. Doch Antonitsch und Muster harmonierten perfekt. Antonitsch glänzte mit spektakulären Returns, und Muster brachte die nötige Power von der Grundlinie. Mit dem Gewinn des Tie-Breaks im vierten Satz war die Sensation perfekt: Der Gesamtsieg stand bereits fest!
4. Match: Thomas Muster vs. Mats Wilander
Ergebnis: 1–0 (Satzresultat: 6:2, 6:2)
(Verkürztes Format). Ein demoralisierter Wilander fand gegen einen entfesselten Muster kein Mittel. Muster dominierte nach Belieben und demonstrierte, dass er auf Sand in diesem Jahr kaum zu schlagen war. Coach Achim Sorg konnte nur fassungslos zusehen.
5. Match: Horst Skoff vs. Stefan Edberg
Ergebnis: 1–0 (Satzresultat: 7:5, 6:3)
Zum Abschluss wollte Skoff den „Clean Sweep“. Edberg wirkte körperlich und mental erschöpft von der Atmosphäre. Skoff nutzte jede Chance und verwandelte unter tosendem Applaus den Matchball zum unglaublichen 5:0-Endstand.
GESAMTSTAND: Österreich 5 – 0 Schweden
Österreich reist mit einem historischen Ergebnis zum Rückspiel nach Schweden. Ob die Schweden auf dem schnellen Hallenboden in Göteborg diese Schmach tilgen können? Coach Norbert Poschadel hat sein Team jedenfalls in die Geschichtsbücher geführt.
Australien vs. Argentinien (Hinrunde) 3--2
Ort: Sydney, Rasen | Coaches: Wolfgang Rixen (AUS) & Florian Fenger (ARG)
In Sydney kam es zum klassischen Aufeinandertreffen der Stile. Auf dem schnellen Grün suchte Australien die frühe Entscheidung, doch die Argentinier um Coach Florian Fenger erwiesen sich als deutlich zäher, als es die Experten auf diesem Belag erwartet hatten. Am Ende rettete die Nervenstärke der Australier den Heimsieg.
1. Match: Pat Cash vs. Guillermo Pérez Roldán
Ergebnis: 1–0 (Satzresultat: 6:2, 6:3, 6:1)
Der amtierende Wimbledon-Sieger Pat Cash ließ keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle. Mit seinem aggressiven Serve-and-Volley überrollte er den jungen Argentinier förmlich. Pérez Roldán, der sich auf Sand sichtlich wohler fühlt, fand auf dem rutschigen Rasen nie seinen Rhythmus. Ein Blitzstart für das Team von Wolfgang Rixen.
2. Match: Wally Masur vs. Alberto Mancini
Ergebnis: 1–1 (Satzresultat: 7:5, 4:6, 6:7, 4:6)
Die erste Überraschung des Wochenendes. Mancini kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz mit unglaublicher Laufarbeit zurück in die Partie. Er schaffte es immer wieder, Masur mit tiefen Passierschlägen zu passieren. Nach dem Gewinn des Tie-Breaks im dritten Satz kippte das Match endgültig zugunsten des Argentiniers.
3. Match (Doppel): Pat Cash / John Fitzgerald vs. Javier Frana / Christian Miniussi
Ergebnis: 1--2 (Satzresultat: 6:4, 6:7, 5:7, 6:4, 4:6)
Ein wahrer Krimi im Doppel. Die australischen Routiniers galten als klare Favoriten, doch Frana und Miniussi spielten das Match ihres Lebens. Besonders Frana glänzte mit seinen Linkshänder-Aufschlägen. In einem dramatischen fünften Satz gelang den Argentiniern das entscheidende Break zum 5:4, was die 2:1-Gesamtführung für die Gäste bedeutete.
4. Match: Pat Cash vs. Alberto Mancini
Ergebnis: 2-2 (Satzresultat: 6:4, 7:5, 6:2)
Unter massivem Druck musste Cash den Ausgleich besorgen. Er spielte hochkonzentriert und ließ sich von Mancinis Grundlinienspiel nicht zermürben. Mit kurzen Ballwechseln hielt er die Ballwechsel kurz und glich zum 2:2 aus. Die Entscheidung musste im letzten Einzel fallen.
5. Match: Wally Masur vs. Guillermo Pérez Roldán
Ergebnis: 3-2 (Satzresultat: 6:3, 6:4, 3:6, 7:5)
Masur startete stark, doch Pérez Roldán gab sich nicht geschlagen und sicherte sich den dritten Satz. Das Stadion in Sydney hielt den Atem an, als es im vierten Satz eng wurde. Schließlich war es Masurs größere Erfahrung auf Rasen, die ihm beim Stand von 6:5 das entscheidende Break zum Sieg einbrachte.
GESAMTSTAND: Australien 3 – 2 Argentinien
Australien atmet auf, weiß aber, dass das Rückspiel in Argentinien auf Sand eine ganz andere Herausforderung wird. Coach Wolfgang Rixen wird seine Spieler auf eine wahre Hitzeschlacht vorbereiten müssen.
Hier ist der Bericht zum Duell zwischen den spanischen Sandplatzspezialisten und den dänischen Herausforderern. In Madrid gab es für die Gäste nichts zu holen.
Davis-Cup 1988: Spanien vs. Dänemark 5--0
Ort: Madrid, Sandplatz | Coaches: Detlef Kersching (ESP) & Stefan Pauls (DEN)
Ein Wochenende zum Vergessen für das dänische Team. Unter der heißen Sonne Madrids demonstrierte die spanische Auswahl ihre absolute Vormachtstellung auf roter Asche. Coach Detlef Kersching konnte entspannt zusehen, wie seine Spieler die Dänen in allen Belangen dominierten.
1. Match: Emilio Sánchez vs. Michael Tauson
Ergebnis: 1–0 (Satzresultat: 6:2, 6:1, 6:3)
Der spanische Spitzenmann Emilio Sánchez eröffnete die Begegnung mit einer Machtdemonstration. Tauson, der eher schnellere Beläge bevorzugt, kam mit den extremen Topspin-Bällen von Sánchez überhaupt nicht zurecht. Nach kaum zwei Stunden war der erste Punkt für Spanien unter Dach und Fach.
2. Match: Sergio Casal vs. Morten Christensen
Ergebnis: 2–0 (Satzresultat: 6:4, 6:2, 6:2)
Casal, der sonst oft im Schatten seines Doppelpartners Sánchez steht, zeigte eine glanzvolle Einzelleistung. Christensen versuchte zwar im ersten Satz mit aggressivem Spiel dagegenzuhalten, wurde aber immer wieder von Casals präzisen Passierschlägen ausgekontert. Spanien erhöhte problemlos auf 2:0.
3. Match (Doppel): E. Sánchez / S. Casal vs. M. Tauson / M. Christensen
Ergebnis: 3–0 (Satzresultat: 6:1, 6:1, 6:2)
Im Doppel standen sich eines der besten Teams der Welt und zwei Einzelkämpfer gegenüber. Sánchez und Casal spielten wie aus einem Guss. Die Dänen wirkten völlig überfordert von den taktischen Finessen der Spanier. Mit diesem Sieg war das Duell bereits am Samstag vorzeitig entschieden.
4. Match: Emilio Sánchez vs. Morten Christensen
Ergebnis: 4–0 (Satzresultat: 6:0, 6:2)
(Verkürztes Format). Sánchez kannte keine Gnade und spulte sein Programm professionell ab. Christensen fand kein Mittel gegen die tiefe Länge der spanischen Schläge. Coach Stefan Pauls konnte von der Bank aus nur noch Schadensbegrenzung fordern, doch Sánchez war eine Klasse für sich.
5. Match: Javier Sánchez vs. Michael Tauson
Ergebnis: 5–0 (Satzresultat: 6:3, 7:5)
Für das letzte Einzel brachte Coach Kersching den jüngeren Bruder von Emilio, Javier Sánchez. Tauson bäumte sich im zweiten Satz noch einmal auf und führte sogar mit einem Break, doch der junge Sánchez bewies Nervenstärke und sicherte Spanien den glatten 5:0-Durchmarsch.
GESAMTSTAND: Spanien 5 – 0 Dänemark
Spanien reist mit maximalem Selbstvertrauen zum Rückspiel nach Dänemark. Dort wird Stefan Pauls vermutlich auf einen extrem schnellen Hallenboden setzen, um die spanischen Sandplatzkönige doch noch irgendwie ins Wanken zu bringen.
Hier ist der Bericht zum Duell zwischen den kampfstarken Neuseeländern und den favorisierten Franzosen. In Auckland sorgten die Gastgeber für eine handfeste Überraschung.
Neuseeland vs. Frankreich 4--1
Ort: Auckland, Hartplatz | Coaches: Daniel Poschadel (NZL) & Detlev Reinhardt (FRA)
Das französische Team reiste als klarer Favorit an, doch die „Kiwis“ nutzten die weite Anreise und die besonderen Bedingungen in Auckland eiskalt aus. Während Frankreich mit der Umstellung kämpfte, zeigte Neuseeland unter Coach Daniel Poschadel eine geschlossene Mannschaftsleistung.
1. Match: Kelly Evernden vs. Henri Leconte
Ergebnis: 1–0 (Satzresultat: 7:6, 6:4, 3:6, 7:5)
Evernden, bekannt für sein explosives Spiel, lieferte sich mit dem exzentrischen Leconte ein Duell auf Augenhöhe. Leconte blitzte zwar immer wieder mit genialen Schlägen auf, doch Evernden blieb in den entscheidenden Momenten, unterstützt vom heimischen Publikum, der solidere Spieler. Ein wichtiger Auftaktsieg für Neuseeland.
2. Match: Bruce Derlin vs. Yannick Noah
Ergebnis: 1–1 (Satzresultat: 3:6, 4:6, 2:6)
Der französische Superstar Yannick Noah glich postwendend aus. Mit seiner Athletik und seinem herausragenden Volleyspiel ließ er Derlin keine Chance. Noah dominierte das Match von Beginn an und brachte das Team von Detlev Reinhardt zurück ins Spiel.
3. Match (Doppel): K. Evernden / B. Derlin vs. Y. Noah / Guy Forget
Ergebnis: 2-1 (Satzresultat: 6:7, 7:5, 6:4, 4:6, 8:6)
Das Schlüsselmatch des Wochenendes. In einem epischen Fünf-Satz-Krimi rangen die Neuseeländer das Weltklasse-Doppel Noah/Forget nieder. Im entscheidenden Satz bewies das Kiwi-Duo im „Sudden Death“ die besseren Nerven. Dieser Sieg brach den moralischen Widerstand der Franzosen.
4. Match: Kelly Evernden vs. Yannick Noah
Ergebnis: 3--1 (Satzresultat: 6:4, 3:6, 6:4, 6:4)
Evernden wuchs über sich hinaus. Gegen einen sichtlich frustrierten Noah spielte er extrem aggressiv und suchte immer wieder den Weg ans Netz. Trotz eines Satzverlustes blieb Evernden seiner Linie treu und tütete den vorzeitigen Gesamtsieg für Neuseeland ein.
5. Match: Bruce Derlin vs. Henri Leconte
Ergebnis: 4--1 (Satzresultat: 6:2, 7:6)
(Verkürztes Format). Leconte wirkte nach der feststehenden Niederlage unkonzentriert, während Derlin die Euphorie im Stadion nutzte. Mit einem gewonnenen Tie-Break im zweiten Satz schraubte er das Endergebnis auf ein deutliches 4:1.
GESAMTSTAND: Neuseeland 4 – 1 Frankreich
Eine herbe Enttäuschung für Coach Detlev Reinhardt. Frankreich muss nun im Rückspiel in einer Woche auf heimischem Boden eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um diese Schmach zu tilgen.