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Juergen Ambrosius Juergen Ambrosius ist offline
 
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17--2011 = ISLAND vs Slowakei-------------------20 : 14
...............(ACHIM SORG--Juergen Ambrosius)

Ein Hauch von Reykjavik in der Wüste: Island krönt sich zum Weltmeister

DOHA – Die Sensation ist perfekt: In einem packenden, von Taktik geprägten Endspiel der Handball-Weltmeisterschaft 2011 hat Island seinen zweiten WM-Titel nach 1978 gefeiert. Das Team von Erfolgscoach Achim Sorg bezwang die Slowakei unter Jürgen Ambrosius mit 20:14 (10:7) und versetzte eine ganze Inselnation in Ekstase.

Sorgs taktisches Meisterstück
Es war das Duell der deutschen Trainerfüchse. Achim Sorg, der bereits 1997 eine Mannschaft zum Gold geführt hatte, setzte von Beginn an auf eine aggressive 6:0-Abwehr, die den slowakischen Rückraum förmlich erstickte.

Jürgen Ambrosius, der die Slowaken überraschend ins Finale geführt hatte, fand gegen diesen Abwehrbeton kaum Mittel. „Wir wussten, dass wir über die Physis kommen mussten“, erklärte ein sichtlich gerührter Sorg nach dem Abpfiff. Für ihn schließt sich mit seinem zweiten persönlichen WM-Titel ein Kreis.

Defensive gewinnt Meisterschaften
Das Spiel begann nervös. Tore waren Mangelware, was vor allem an den überragenden Torhüterleistungen auf beiden Seiten lag. Island gelang es jedoch Mitte der ersten Halbzeit, sich durch schnelle Gegenstöße auf 8:4 abzusetzen. Die Slowakei kämpfte verbissen, doch die Isländer agierten mit der Abgeklärtheit eines Champions.

Beim Stand von 14:12 in der 45. Minute kippte die Partie kurzzeitig zugunsten der Slowaken, doch Sorg reagierte prompt mit einem Time-Out. Danach vernagelte Island das Tor: In den letzten zehn Minuten ließ die Abwehr nur noch zwei Gegentreffer zu. Beim Endstand von 20:14 brachen auf der isländischen Bank alle Dämme.

Historischer Triumph
Mit diesem Sieg tritt die aktuelle Generation in die Fußstapfen der Helden von 1978. Island ist wieder die Nummer eins der Welt. Während die Slowakei trotz der Niederlage das erfolgreichste Turnier ihrer Geschichte feierte, festigte Achim Sorg seinen Ruf als „Gold-Trainer“.

Statistik:
Island: Tor: Magnússon (18 Paraden); Feld: Sigurðsson (6), Pálmarsson (5), Gunnarsson (4/2), Petersson (3), Stefánsson (2).
Slowakei: Tor: Štochl (15 Paraden); Feld: Antl (4/1), Kopčo (3), Valo (3), Kukučka (2), Tarhai (2).


Presseschau aus Island
Hier ist die Presseschau aus Reykjavik am Tag nach dem historischen Triumph von Doha:

Morgunblaðið: „Die Eis-Könige besteigen den Thron!“
„33 Jahre nach dem Wunder von Kopenhagen 1978 hat Island wieder die Welt erobert. In einem Spiel, das mehr einer Abwehrschlacht als einem Handballmatch glich, behielten unsere Jungs kühlen Kopf. Achim Sorg hat sich in Island unsterblich gemacht. Sein taktisches Konzept hat die Slowaken nicht nur besiegt, sondern förmlich zermürbt. Reykjavik bereitet sich auf die größte Party der Geschichte vor – der Flughafen Keflavík wird beben, wenn die Helden mit dem Goldpokal landen.“

Fréttablaðið: „Sorgs goldene Hände“
„Man nennt ihn den ‚deutschen Isländer‘. Achim Sorg, der Mann, der schon 1997 die Weltspitze erklomm, hat es wieder getan. Er hat aus einer Gruppe hochtalentierter Individualisten eine unüberwindbare Mauer geformt. Nur 14 Gegentore in einem WM-Finale – das ist kein Handball, das ist Kunst. Die Slowakei unter Jürgen Ambrosius wirkte am Ende ideenlos gegen das isländische Bollwerk. Wir sind zum zweiten Mal Weltmeister, und dieses Gefühl ist süßer als jeder Export-Erfolg.“

DV (Dagblaðið Vísir): „20:14 – Die Zahlen der Ewigkeit“
„Wer hätte das gedacht? Nach den harten Jahren ist Sport das beste Heilmittel für die Seele unserer Nation. Das Finale von 2011 wird als das ‚Defensiv-Epos von Doha‘ in die Annalen eingehen. Torhüter Magnússon war kein Mensch, er war eine Wand aus Gletschereis. Während die Slowaken verzweifelten, spielten unsere Wikinger ihren Stiefel mit einer stoischen Ruhe herunter. Island 2, Slowakei 0 (in Sachen WM-Titel) – danke, Achim Sorg!“

RÚV (Staatlicher Rundfunk) – Kommentar:
„Es ist nicht nur ein Sieg für den Sport, es ist ein Sieg für das isländische Herz. Dass ausgerechnet ein deutscher Trainer uns zum zweiten Mal nach 1978 zum Gipfel führt, zeigt, dass Handball keine Grenzen kennt. Die Taktiktafel von Sorg wird vermutlich einen Ehrenplatz im Nationalmuseum erhalten. Heute ist ganz Island blau und weiß – und die Arbeit ruht, denn wir feiern unsere Weltmeister.“
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Juergen Ambrosius
  SC Auwel-Holt     Kreisstaffel 83     5. Platz
  AEK Larnaca     Zypern 1.Liga     1. Platz

Geändert von Juergen Ambrosius (Gestern um 10:26 Uhr)
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