14--2005 = RUSSLAND vs Tschechien--------------20 : 19n.V.
...............(BERND KORBACH--Achim Sorg)
Krimi in der Verlängerung: Russland krönt sich zum vierten Mal zum Weltmeister
In einem dramatischen Finale der Handball-Weltmeisterschaft 2005 hat sich Russland in einem Abnutzungskampf gegen Tschechien mit 20:19 nach Verlängerung durchgesetzt. Vor ausverkaufter Kulisse sicherte sich das Team von Trainer Bernd Korbach damit den vierten Titel der Verbandsgeschichte (einschließlich UdSSR) und zementierte seinen Status als Rekordweltmeister.
Von Beginn an war die Partie geprägt von taktischer Disziplin und zwei überragenden Abwehrreihen. Das tschechische Team, perfekt eingestellt von Coach Achim Sorg, agierte mit einer aggressiven 6:0-Formation, die den russischen Rückraum immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte. Zur Halbzeit leuchtete ein ungewöhnlich niedriges 8:9 auf der Anzeigetafel – ein Spiegelbild der enormen Nervosität auf beiden Seiten.
Taktikschlacht der Trainer
In der zweiten Hälfte bewies Bernd Korbach ein glückliches Händchen. Er stellte die russische Deckung um und forcierte das Spiel über die Außenpositionen. Doch die Tschechen ließen sich nicht abschütteln. Angeführt von einer bärenstarken Torhüterleistung blieb Sorgs Truppe bis zur letzten Sekunde dran. Beim Stand von 17:17 nach 60 Minuten pfiffen die Schiedsrichter die reguläre Spielzeit ab – die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.
Drama in den Schlussminuten
In der Extrazeit wurde es zur reinen Willenssache. Tore waren Mangelware, jeder Ballbesitz wurde zelebriert. Den entscheidenden Treffer zum 20:19 erzielte Russland knapp 40 Sekunden vor dem Ende durch einen krachenden Wurf aus dem Rückraum. Tschechien warf im letzten Angriff noch einmal alles nach vorne, doch die russische Mauer hielt stand.
Rekordsieger Russland
Mit diesem knappen Erfolg bleibt Russland das Maß aller Dinge im Welthandball. Es ist der insgesamt vierte Stern für den Verband, womit man die Spitzenposition in der ewigen Bestenliste erfolgreich verteidigt hat.
Während die tschechische Mannschaft trotz der knappen Niederlage für ihre leidenschaftliche Turnierleistung gefeiert wurde, kannte der Jubel im Lager der Russen und bei Trainer Korbach keine Grenzen mehr.
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Juergen Ambrosius SC Auwel-Holt | Kreisstaffel 83 | 5. Platz | AEK Larnaca | Zypern 1.Liga | 1. Platz |
Geändert von Juergen Ambrosius (Gestern um 10:23 Uhr)
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