VORSCHAU ZUM WM FINALE 2006 :
DEUTSCHLAND --- KROATIEN
(Benny Held--Mike Gaertner)
Das Ultimative Duell unter dem Berliner Sternenhimmel: Held gegen Gaertner
Berlin, 9. Juli 2006. Die Hauptstadt vibriert. Wer heute Mittag durch das Brandenburger Tor schritt, atmete keine Luft, sondern pure Elektrizität. Es ist der Tag, an dem das „Sommermärchen“ sein finales Kapitel schreibt. Doch es ist ein Kapitel, das kein Drehbuchautor der Welt so hätte verfassen können.
Im Berliner Olympiastadion stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbunden durch einen steinigen, fast schon dramatischen Weg ins Endspiel: Deutschland gegen Kroatien.
Die Ausgangslage: Tradition gegen den „Feurigen“ Hunger
Deutschland, der zweifache Weltmeister (1938, 1974) – , greift nach dem dritten Stern. Nach dem traumatischen Ausbleiben von Titeln in den letzten Jahrzehnten hat Benny Held das Team übernommen und eine Euphorie entfacht, die das ganze Land erfasst hat.
Ihm gegenüber steht die Überraschungsmannschaft des Turniers: Kroatien. Unter der taktischen Finesse von Mike Gaertner haben sich die „Vatreni“ in einen Rausch gespielt. Kroatien steht zum ersten Mal in einem WM-Finale.
Gaertner, der als Analytiker und Motivator gilt, hat aus einer Gruppe von Individualisten ein defensivstarkes, aber kontergefährliches Kollektiv geformt.
Der Weg der Deutschen: Vom Fehlstart zur Torfabrik
Benny Helds Truppe startete denkbar schlecht. Das 0:1 im Eröffnungsspiel gegen Polen wirkte wie ein Schockfrost für das Sommermärchen. Die Nation hielt den Atem an. Als gegen Ecuador nur ein mühsames 1:1 heraussprang, forderten die ersten Kritiker bereits den Kopf des Trainers. Doch Held blieb ruhig. „Wir fangen gerade erst an“, sagte er legendär vor dem Costa-Rica-Spiel.
Und er behielt recht. Das 4:0 gegen Costa Rica war die Initialzündung. Plötzlich griff ein Rädchen ins andere. Im Achtelfinale wurde Paraguay mit 3:0 abgefertigt, bevor im Viertelfinale gegen Portugal (4:2) eine Offensivschlacht geschlagen wurde, die als eines der besten Spiele der WM-Geschichte gilt.
Das Halbfinale gegen Südkorea war schließlich nichts für schwache Nerven. In einem 120-minütigen Drama setzten sich Helds Männer mit 4:3 nach Verlängerung durch. Die Moral der Truppe ist ihr größtes Pfund – sie wissen, dass sie Tore schießen können, egal wie spät es im Spiel ist.
Der kroatische Marsch: Überlebenskünstler und Riesen-Töter
Mike Gaertner und seine Kroaten hatten einen völlig anderen Weg. In der Vorrunde zeigten sie ihre Zähigkeit. Einem hart erkämpften 2:1 gegen Australien folgte ein Dämpfer gegen Japan (1:2). Alles hing am letzten Gruppenspiel gegen den Titelfavoriten Brasilien. Das 1:1-Unentschieden reichte durch Schützenhilfe knapp fürs Weiterkommen – und ab da begann der kroatische Siegeszug.
Im Achtelfinale schalteten sie die hochgehandelten Tschechen mit 2:1 aus. Das Viertelfinale gegen die Ukraine war eine Machtdemonstration des Gaertner-Systems: 3:1. Die Krönung folgte im Halbfinale gegen den Iran, die Überraschung des Turniers. In einer Hitzeschlacht von München gewannen die Kroaten mit 2:1 nach Verlängerung. Gaertners Team gilt als „unkaputtbar“. Sie laufen mehr, sie beißen mehr, und sie haben diesen unbändigen Willen, Geschichte zu schreiben.
Das taktische Duell: Held vs. Gaertner
Experten erwarten heute Abend ein Schachspiel auf grünem Rasen.
Benny Held setzt auf das „kontrollierte Chaos“. Er lässt seinen Offensivkräften alle Freiheiten, vertraut aber darauf, dass die Sechser die Lücken schließen. Deutschland wird versuchen, früh zu pressen und das Publikum im Rücken zu nutzen.
Mike Gaertner hingegen wird Beton anrühren – aber mit Stil. Sein 4-1-4-1-System hat bisher jede Offensive zur Verzweiflung gebracht. Er wird darauf spekulieren, dass die deutsche Abwehr nach den kräftezehrenden 120 Minuten gegen Südkorea anfällig für schnelle Umschaltmomente ist.
Die Stimmung in Berlin
Die Fanmeile am 17. Juni ist bereits seit den frühen Morgenstunden wegen Überfüllung geschlossen. Über eine Million Menschen feiern eine friedliche Party in Schwarz-Rot-Gold, durchsetzt mit den markanten rot-weißen Karos der kroatischen Fans. Es herrscht eine Atmosphäre des gegenseitigen Respekts, auch wenn die Anspannung fast greifbar ist.
Wird Deutschland an die glorreichen Zeiten von 1938 und 1974 anknüpfen und den dritten Stern holen? Oder wird Mike Gaertner zum Nationalhelden Kroatiens und führt den jungen Staat zu seinem ersten großen Welttitel?
Voraussichtliche Aufstellungen:
Deutschland: Lehmann – Lahm, Mertesacker, Metzelder, Friedrich – Frings, Ballack, Schweinsteiger, Schneider – Klose, Podolski. (Trainer: Benny Held)
Kroatien: Pletikosa – Simunic, Robert Kovac, Tudor, Simic – Niko Kovac – Babic, Kranjcar, Modric, Srna – Prso. (Trainer: Mike Gaertner)
Was schreiben die kroatischen Zeitungen ?
In den Straßen von Zagreb, Split und Rijeka herrscht Ausnahmezustand. Die kroatische Presse spiegelt eine Mischung aus grenzenlosem Stolz, „Vatreni“-Euphorie und dem unerschütterlichen Glauben an die taktische Genialität von Mike Gaertner wider.
Hier ist ein Überblick, was die großen kroatischen Blätter am Morgen des Finales schreiben:
Sportske novosti: „Der Schachmatt-Plan des Professors“
Die größte Sportzeitung des Landes widmet die gesamte Ausgabe dem Duell Gaertner gegen Held.
„Mike Gaertner hat eine Festung gebaut, die selbst der deutsche Sturm nicht stürmen kann. Während Benny Held auf Emotionen und das heimische Publikum setzt, hat unser 'Professor' Gaertner jede Laufroute der Deutschen auf seinem Reißbrett bereits antizipiert. Wir haben Brasilien einen Punkt abgetrotzt, wir haben die Ukraine zerlegt – Berlin wird heute Rot-Weiß kariert sein!“
Večernji list: „Held gegen die Helden“
Ein Wortspiel mit dem Namen des deutschen Trainers.
„Deutschland hat Benny Held, aber wir haben elf Helden auf dem Platz. Der Weg über den Iran in der Verlängerung hat gezeigt: Diese Mannschaft stirbt nie. Kroatien ist physisch auf dem Höhepunkt. Wenn das Spiel in die Verlängerung geht, gehört der Pokal uns. Deutschland zittert vor unserer Ausdauer.“
Jutarnji list: „Die Revanche für 1996“
Die Zeitung zieht Parallelen zur EM 1996, als Kroatien unglücklich gegen Deutschland ausschied.
„Zehn Jahre haben wir auf diesen Moment gewartet. Damals in England war es das Viertelfinale, heute ist es die Weltkrone. Mike Gaertner hat den Geist von 1998 genommen und ihn mit moderner Disziplin veredelt. Wir sind kein kleiner Außenseiter mehr. Wir sind die Macht vom Balkan, die das Sommermärchen beenden wird.“
Slobodna Dalmacija: „Der Geist von Split in Berlin“
Besonderer Fokus auf die Schlüsselspieler aus der Küstenregion.
„Unsere Jungs wissen, wie man unter Druck spielt. Die Hitze von München gegen den Iran war nur das Aufwärmen für den Hexenkessel von Berlin. Gaertner wird die deutsche Mitte mit Modrić und Kranjčar erwürgen. Wir brauchen keine 120 Minuten – wir holen uns den Titel in der regulären Spielzeit!“
Die Schlagzeilen zusammengefasst:
Die kroatischen Medien sehen Deutschland zwar als Favorit aufgrund des Heimvorteils, trauen Mike Gaertner jedoch zu, das deutsche Spiel durch seine taktische Disziplin komplett lahmzulegen. Es wird oft betont, dass der Druck allein bei den Deutschen liegt, während Kroatien bereits jetzt als Sieger der Herzen gefeiert wird.
Die BILD-Zeitung reagiert am Finalmorgen gewohnt lautstark, patriotisch und mit einer ordentlichen Portion Kampfansage in Richtung der kroatischen „Taktik-Festung“ von Mike Gaertner.
Hier ist das fiktive Cover und die wichtigsten Schlagzeilen:
BILD-SCHLAGZEILE (Ganzseitig, Schwarz-Rot-Gold unterlegt):
HEUTE SIND WIR WELTMEISTER!
Benny, krön dein Sommermärchen! – Kroatien-Trainer Gaertner droht: „Wir stoppen den deutschen Sturm-Lauf!“ –
BILD sagt: Vergiß es, Mike!
Berlin, 09:00 Uhr. Ganz Deutschland trägt heute das weiße Trikot. Nach dem 4:3-Drama gegen Südkorea gibt es nur noch ein Ziel: Den dritten Stern! Trainer-Gott Benny Held hat unsere Elf heißgemacht wie Frittenfett.
Die BILD-Einzelkritik der kroatischen Kampfansagen:
„Der Professor“ will uns schachmatt setzen?
Kroatiens Coach Mike Gaertner tönt in den kroatischen Zeitungen, er habe den „Anti-Held-Plan“.
BILD sagt: Lieber Mike, gegen unsere Offensiv-Gewalt von Poldi und Klose hilft kein Rechenschieber! Wer Portugal mit 4:2 nach Hause schickt, der knackt auch den kroatischen Riegel!
Angst vor der Verlängerung?
Die Kroaten schreiben, wir seien nach 120 Minuten gegen Südkorea platt. Von wegen! Benny Held hat die Jungs gestern Abend noch mal in die Eistonne geschickt. Unsere Waden sind aus deutschem Stahl!
Die Geschichte von 1938 & 1974 verpflichtet!
Wir haben die Geschichte auf unserer Seite. Wenn der Ballack-Express erst mal rollt, dann fliegen in Berlin die Löcher aus dem Käse!
BILD-O-Meter: 100% TITEL-CHANCE!
Unsere Spione im kroatischen Camp berichten: Die Stimmung bei den „Vatreni“ ist angespannt. Gaertner lässt nur noch hinter verschlossenen Türen trainieren. Hat er etwa Angst vor der schwarz-rot-goldenen Welle?
Der BILD-Appell an die Mannschaft:
Jungs, geht raus und spielt Fußball! Für Benny, für uns, für ganz Deutschland! Macht das Sommermärchen wahr!
Kasten: DIE 11 GEBOTE FÜR DEN SIEG
Klose muss den Salto machen!
Lehmann hält jeden Elfer (Zettel liegt bereit!)!
Die Fans müssen das Stadion wegbrüllen!
... und 11. Mike Gaertner nach dem Spiel trösten (aber erst nach der Pokalübergabe!).
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Juergen Ambrosius SC Auwel-Holt | Kreisstaffel 83 | 5. Platz | AEK Larnaca | Zypern 1.Liga | 1. Platz |
Geändert von Juergen Ambrosius (09.04.2026 um 20:49 Uhr)
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