In einem Herzschlagfinale, das als einer der größten Krimis der Basketball-Geschichte eingehen wird, hat sich Spanien in der Verlängerung mit 78:77 gegen das Überraschungsteam aus Lettland durchgesetzt.
Hier ist der Spielbericht zum Endspiel der WM 2025:
Der Spielverlauf: Taktikschlacht der Newcomer-Coaches
Von Beginn an drückte Florian Fenger, der lettische Taktikfuchs, dem Spiel seinen Stempel auf. Seine "Baltic Wall"-Verteidigung trieb die Spanier im ersten Viertel zur Verzweiflung. Lettland führte zur Halbzeit mit 36:31, getragen von einer fast perfekten Dreierquote.
Doch Sascha Mendes, der spanische Nationaltrainer, bewies in der Kabine das richtige Händchen. Er stellte auf eine extrem kleine, schnelle Aufstellung um ("Small Ball"), was den Rhythmus der Letten brach. Spanien kämpfte sich Punkt um Punkt zurück, angeführt von einem entfesselten Backcourt.
Das Drama der Schlusssekunden
Zehn Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit lag Lettland mit drei Punkten vorne, bevor ein "Bank-Shot"-Dreier der Spanier das Spiel in die Verlängerung rettete (69:69).
In der Overtime wurde es physisch. Beim Stand von 77:77 und noch 1,2 Sekunden auf der Uhr wurde Spanien ein Freiwurf zugesprochen. Die Halle hielt den Atem an, als der Ball nach dem ersten Fehlversuch beim zweiten Mal über den Ring tanzte und schließlich zum 78:77 durch das Netz fiel. Ein letzter Verzweiflungswurf der Letten von der Mittellinie verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter.
Die Helden des Abends
Für Spanien: Trainer Sascha Mendes wurde von seinen Spielern in die Luft geworfen. Sein Mut, in der Crunchtime auf junge Talente zu setzen, gab den Ausschlag.
Für Lettland: Trotz der Niederlage feierten die Fans Florian Fenger. Er hat aus einem Außenseiter ein Weltklasseteam geformt, das nur einen Wimpernschlag vom Gold entfernt war.
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Juergen Ambrosius SC Auwel-Holt | Kreisstaffel 83 | 5. Platz | AEK Larnaca | Zypern 1.Liga | 1. Platz |
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