Tutorial: So fährt man Val d'Isère
Ich begrüsse dich ganz herzlich zur neuen Ski-Challenge-Saison und zum ersten Super-G der SC-Geschichte.
In Val d’Isère empfehle ich folgende Skieinstellungen:
Sonne 36-45-19
Schnee 15-24-61
Eis 32-54-14
Zu Beginn möchte ich noch kurz die Funktion der Sprungtaste erklären. Durch das Drücken der Sprungtaste richtet sich der Skifahrer kurz auf und reduziert so die Sprungweite. Du hast schneller wieder Kontakt zum Schnee und kannst somit früher beschleunigen. Die Sprungtaste drückst du am besten etwa eine Sekunde bevor du abhebst und lässt sie erst nach der Landung wieder los.
Die Sprungtaste hat noch eine zweite Funktion, die eher für fortgeschrittene Fahrer ist: Es lässt sich dadurch der Kurvenradius verkleinern. Dies hat aber auch eine bremsende Wirkung und ist deshalb nur bei engeren Kurven zu empfehlen. Für Neulinge ist es einfacher, bei der Ski-Einstellung das Drehen zu erhöhen. Um diesen Vorteil auszunützen, richtest du deinen Skifahrer auf, wartest kurz und drückst erst dann die Sprungtaste. Das Ganze spielt sich innerhalb von Sekundenbruchteilen ab und verlangt etwas Übung.
Sektor 1
Nach dem Start kannst du dich gleich links halten. Den ersten Sprung bereitest du vor, indem du von links stark ans rechte Tor des Sprungs heran fährst. Den Sprung drücken und darauf achten, dass die Ski bei der Landung in Fallrichtung des Hanges laufen.
Die darauf folgende lang gezogene Rechtskurve solltest du in der Hocke fahren und dabei möglichst wenig lenken. Das letzte Tor der Linkskurve solltest du links (beinahe) berühren. Es folgt eine kleine Welle, die sich mit etwas Glück so gut drücken lässt, dass die Sprungweite nicht angezeigt wird (bei der schwarzen Linie). An dieser Stelle gibt es mehrere Möglichkeiten, sie zu befahren. Wer die Sprungtaste im Griff hat, sollte versuchen, die Welle ganz rechts zu drücken (rote Linie). Dies ist die schwierigste Variante. Wenn du die Sprungtaste noch nicht ganz sicher anwenden kannst, solltest du die Welle etwa in der Streckenmitte passieren (blaue Linie). Setzt du die Sprungtaste nicht ein, solltest du eine möglichst enge Linie wählen (rote Linie).
Bild 1
Bei der ersten Zwischenzeit folgt eine links-rechts-links-Kombination. Am einfachsten lässt sich diese fahren, wenn du in der ersten Linkskurve aufstehst und die Kurve aufrecht fährst. Danach kannst du die folgenden Kurven praktisch in einer Geraden fahren.
Sektor 2
In der ersten Rechtskurve des zweiten Sektors hat es eine kleine Welle. Diese solltest du so drücken, dass der Skifahrer nicht abhebt. Den darauf folgenden Sprung kannst du drücken, musst aber nicht zwingend. Die Strecke wird nun anspruchsvoller und die Kurven enger. Die auf den Sprung folgende Linkskurve kannst du ganz eng schneiden und die darauf folgende Welle solltest du wieder auf 0 Meter drücken.
Wir kommen nun zu einer ersten Schlüsselstelle, einer lang gezogenen Rechtskurve und einer Linkskurve mit Sprung. Für die Rechtskurve solltest du zuerst in aufrechter Position (also nicht in der Hocke) einlenken. Sobald du genügend Richtung hast, kannst du die Kurve in der Hocke fertig fahren.
Bild 2
So kannst du am meisten Geschwindigkeit aus der Kurve mitnehmen. Der folgende Sprung lässt sich in der Streckenmitte am einfachsten drücken. Im Idealfall hebst du gar nicht ab.
Es folgt nun eine lange Linkskurve unter dem SF-Torbogen hindurch. Diese kannst du in der Hocke anfahren, danach solltest du die Kurve möglichst weit innen durchziehen und die rot markierten Tore berühren. Weiter aussen hat es einige Schläge, die dich bremsen. Um die Ideallinie zu halten, kannst du auch kurz aufstehen.
Bild 3
Die darauf folgende Rechtskurve kannst du eng schneiden, danach solltest du dich etwa in der Streckenmitte halten, denn nun kommt die absolute Schlüsselstelle dieser Strecke. Meine Ausfallquote an der Stelle liegt wohl bei zirka 90 %.
Die erste kleine Welle und den Sprung musst du nicht drücken. Für eine sichere Durchfahrt solltest du im linken Drittel der Strecke landen. Weiter rechts hat es Schläge, die den Skifahrer unkontrollierbar durchschütteln (grün). Um eine präzise Landung zu schaffen, gibt es drei Linien.
Die erste Möglichkeit ist, den Sprung in der Streckenmitte zu passieren, aber kurz vor dem Absprung (blauer Kreis) sehr stark nach links zu steuern (blaue Linie). Bei der Landung kommst du dann mit quer zum Hang stehenden Ski auf und kannst dann gleich die Linkskurve fahren. Die zweite Möglichkeit ist, den Sprung ziemlich links zu überspringen und nur wenig nach links zu lenken (rote Linie). Bei der Landung musst du dann sehr schnell nach links lenken, um die Kurve noch gut zu erwischen. Die dritte Variante wird auf der rechten Seite angefahren. Hier erwischt man seltener eine Welle, fährt aber den weiteren Weg (gelbe Linie).
Bild 4
Die folgende Linkskurve solltest du möglichst hoch am linken Rand der Strecke befahren können. Es empfiehlt sich, diese Passage im Trainingsmodus durch Zurückspulen mehrmals zu üben.
Sektor 3
Nach dieser Schlüsselstelle folgt nun eine Kurve der anderen. Die bereits vorhin angesprochene Rechtskurve lässt sich am besten aufrecht und innerhalb der blauen Linien fahren. Die Welle am Ende der Kurve lässt sich auf 0 Meter drücken. Auch für die nächste Linkskurve musst du aufstehen. Es folgt nun der Schlusshang.
Die erste Rechtskurve kannst du in der Hocke fahren. Die nächste Linkskurve kannst du entweder durch weites Ausholen aufrecht passieren oder du kannst sie ziemlich direkt anfahren und die Ski mit Hilfe der Sprungtaste wie zu Beginn beschrieben herum werfen.
Auf der Linie der dritten Zwischenzeit hat es eine ganz eklige Welle (rot): Diese solltest du wenn möglich auf 0 Meter drücken. Die Sprungtaste kommt zum Einsatz, wenn du auf der Höhe des vorherigen Tores bist (grüne Markierung). Gelingt es dir nicht, diese Welle zu drücken, solltest du bei der Linienwahl einberechnen, dass dein Skifahrer noch versetzt wird.
Bild 5
Sektor 4
Der vierte Sektor besteht aus drei grossen Kurven. Die Rechtskurve nach der Zwischenzeit solltest du aufrecht fahren, wenn die Kurve zu eng wird, kannst du hier die Sprungtaste nochmals einsetzen. Das kurze Zwischenstück lässt sich gut in der Hocke passieren. Für die letzte Linkskurve solltest du noch einmal aufstehen. Auch hier kannst du im Notfall nochmals auf die Sprungtaste zurückgreifen. Der Rest lässt sich in der Hocke fahren. Den Zielsprung kannst du drücken.
Allgemein gilt es hier noch zu sagen: Wenn du mit den Kurven im Schlussteil Probleme hast, erhöhst du am besten das Drehen und nimmst etwas an den Kanten weg.
Ich wünsche dir viel Spass beim Trainieren und viel Erfolg beim Rennen,
Schloofchappe
So dann ist ja alles klar oder haben alle die Strecke noch drauf !
Freue mich schon auf die Stürze im Sektor 2 !
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Patrick Thurow Hertha Betzendorf | Bezirksliga 03 | 12. Platz | Frederiksberg KB | Daenemark 2.Liga | 10. Platz |
Geändert von Patrick Thurow (13.01.2011 um 19:19 Uhr)
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